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Kostenübernahme

Antrag auf Kinderbetreuung

Den Antrag auf Kinderbetreuung richtig stellen
Shutterstock.de / Goran Bogicevic

Den Antrag auf Kinderbetreuung richtig stellen

„Kindertagesbetreuung trägt zum guten Aufwachsen aller Kinder bei. Sie verbessert Bildungschancen, Teilhabe und Integration, unterstützt Eltern in ihrem Erziehungsauftrag, ermöglicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wirkt so gegen Familienarmut“, so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. So die Theorie, in der Praxis sieht das aber oft anders aus.

Entstehen aus der nicht rechtzeitig bewilligten Kinderbetreuung Mehrkosten oder ein Verdienstausfall, können diese beim Jugendamt eingeklagt werden. Hierzu ist muss allerdings der Antrag richtig gestellt sein.

Anspruchsinhaber auf den Betreuungsplatz ist das Kind. Die Eltern stellen den Antrag in dessen Namen, möglichst schriftlich. Im Schreiben teilen diese dem Jugendamt mit, welche Leistung (Kita oder Tagespflege) sie ab wann und in welchem Umfang benötigen.

Wird der Antrag vor dem ersten Geburtstag des Kindes gestellt, muss dieser nach Vollendung des ersten Lebensjahres erneuert werden, da der Anspruch erst dann entsteht, so die Stiftung Warentest (Berlin). Und weiter: „Melden Sie Ihr Interesse an einem Platz gleichzeitig bei allen infrage kommenden Betreuungseinrichtungen an und lassen Sie sich wenn nötig auf eine Warteliste setzen.“

Die Stiftung Warentest (Berlin) hat nachstehenden „Musterantrag Betreuung“ veröffentlicht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein/unser Kind … hat/wird am … das erste Lebensjahr vollendet/vollenden. Damit steht ihm/ihr ein Platz zur frühkindlichen Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege zu.

Deshalb beantrage/n ich/wir hiermit einen Platz in einer … ab dem … Die Betreuung soll einen Umfang von … Wochenstunden haben und vormittags/nachmittags/ganztägig erfolgen.

Bevorzugt wird eine Betreuung in der Einrichtung …

Ich/wir stelle/n den Antrag bereits vor Vollendung des ersten Lebensjahres meines/unseres Kindes, um eine frühzeitige Bedarfsrealisierung zu ermöglichen. Dieser Antrag gilt gleichzeitig als am … (erneut) gestellt.

Bitte teilen Sie mir/uns die Entscheidung über den Antrag schriftlich mit.

Falls der Anspruch durch das Jugendamt nicht oder nicht zum gewünschten Zeitpunkt erfüllt werden kann, behalte/n ich/wir mir/uns vor, von der Möglichkeit einer Ersatzbeschaffung (Paragraph 25 SGB VIII) und Geltendmachung der damit verbundenen Kosten Gebrauch zu machen. In so einem Fall wird um entsprechende Information und Beratung gebeten.