Das sind die DZW-Kurzmeldungen der Woche

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16. Februar 2017
Das sind die DZW-Kurzmeldungen der Woche
Grippewelle, mehr angestellte Zahnärzte, Personalmeldungen

Auch in der dritten Februarwoche ging es in der Dentalwelt hoch her. Wir haben nochmal die wichtigsten Kurzmeldungen der Woche für Sie zusammengestellt.

Gerlach und Wille Vorsitzende des Sachverständigenrats

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat Professor Dr. Ferdinand Gerlach zum Vorsitzenden des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen sowie Professor Dr. Eberhard Wille zu seinem Stellvertreter ernannt. Gröhe betont, er  freue sich, Gerlach und Wille nach ihrer geheimen Wahl durch den Rat erneut zu berufen. "Sie haben sich in den letzten Jahren an der Spitze des Sachverständigenrats hervorragend bewährt. Die wissenschaftlichen Untersuchungen dieses unabhängigen Gremiums enthalten wichtige Anregungen für die gesundheitspolitische Arbeit von Regierung und Parlament."

Der Sachverständigenrat besteht aus sieben Mitgliedern, die medizinische, gesundheitsökonomische und pflegewissenschaftliche Expertise vereinen. Er ist seit 1987 tätig und wird alle vier Jahre neu berufen. Der Sachverständigenrat soll die Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung und ihre medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen untersuchen sowie Vorschläge für den Abbau von Versorgungsengpässen und bestehende Überversorgung ausarbeiten. Hierzu legt er in der Regel alle zwei Jahre ein Gutachten vor.

 

Mehr angestellte Zahnärzte

10.142 Zahnärzte sind in Deutschland bei Vertragszahnärzten angestellt (Ende II. Quartal 2016). Insbesondere Berufsanfänger haben dabei in den vergangenen Jahren verstärkt ein Angestelltenverhältnis gewählt (Quelle: Jahrbuch 2016 der KZBV).

 

Grippewelle rollt in die Arztpraxen

Die Grippekurve liegt aktuell deutlich über der Vorjahrssaison, auch die Zahl der grippalen Infekte ist aktuell hoch. Das Robert-Koch-Institut verzeichnet in seinen Berichten auf "GrippeWeb" einen deutlichen Anstieg der akuten Atemwegswerkrankungen und der echten Influenza seit Kalenderwoche 5/17, die Zahlen liegen auch höher als für die Grippesaison 2015/2016. Betroffen sind vor allem der Süden und Osten Deutschlands. Es wurden bundesweit 14.242 bestätigte Fälle von Influenza an das RKI übermittelt.  "Das ist der höchste Wert seit zwei Jahren", so die "Ärzte Zeitung", die niedergelassene Ärzte und Notfallaufnahmen der Krankenhäuser zur Grippewelle befragte. Viele Ärzte beobachteten danach besonders langwierige Infekte.

Laut RKI dominieren Influenza-A-Viren mit dem Subtyp A(H3N2), die vor allem bei alten Menschen schwere Krankheitsverläufe hervorrufen können. Die Impfrate gegen Grippe ist allerdings vor allem bei älteren Menschen gesunken, wie das RKI Ende Januar mitteilte.

 

Sylter Woche vom 29. Mai bis 2. Juni 2017

Die Sylter Woche, der Fortbildungskongress der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein in Sylt/Westerland, jährt sich in diesem Jahr zum 59. Mal. Er findet in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie vom 29. Mai bis 2. Juni 2017 2016 statt. Zum Programm gehört auch ein zweitägiger spezifischer Vortrags- und Seminarteil für Zahnmedizinische Fachangestellte.

Zum Tagungsthema "Verschlungene Pfade – Endodontie von A – Z!" werden 20 Referenten aus dem In- und Ausland in Vorträgen und Seminaren ihre Konzepte präsentieren.

Den – traditionell fachfremden – Eröffnungsvortrag am 29. Mai 2017 wird Professor Dr. Sebastian Krastel, Kiel, halten. Der Professor für Marine Geophysik und Hydroakustik  am Institut für Geowissenschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel referiert zum Thema: "Abenteuer Forschungsschiff". Zum Abschluss der Tagung am Freitag, 2. Juni 2017, wird erneut der "Dental Golf Cup 2017", ein Charity-Golfturnier zugunsten der Sylter Organisation "Familien in Not", durchgeführt. Information und Online-Buchung unter sylterwoche.de.

 

Dr. Johannes Schenkel ärztlicher Leiter der UPD

Seit dem 1. Februar 2017 übernimmt Dr. med. Johannes Schenkel die ärztliche Leitung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). In seiner neuen Funktion verantwortet Johannes Schenkel die Qualitätssicherung der medizinische Beratung und berichtet direkt an den Geschäftsführer der UPD, Thorben Krumwiede.

Johannes Schenkel kommt von der Bundesärztekammer, wo er seit 2009 als Referent für Telemedizin tätig war. In dieser Zeit absolvierte er außerdem eine Weiterbildung im ärztlichen Qualitätsmanagement. Davor arbeitete er nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Neurologie und einem Masterstudium in Public Health als Oberarzt im Städtischen Klinikum München. Der Mediziner bringt außerdem Erfahrungen aus dem Bereich der klinischen Studien mit und veröffentlichte zahlreiche Publikationen.