Frei-Räume nicht nur für die Fortbildung

Schlüsselübergabe für die neue Akademie: Architekt Dieter Schenk, Planungsbüro Schenk (l.), und Dr. Udo Lenke, Präsident der ZÄK Baden-Württemberg.
30. September 2014
Frei-Räume nicht nur für die Fortbildung
Akademie für zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe feierte mit Herbstkonferenz, Master’s Day und Fest in allen Räumen die neue Akademie

Die Akademie für zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe hat die offizielle Eröffnung der neuen Akademie an der Lorenzstraße am 26. September 2014 gefeiert – und konnte viele neugierige Gäste aus der ganzen Bundesrepublik begrüßen, die ein reichhaltiges „Rahmenprogramm“ erwartete: Herbstkonferenz und Master’s Day, Karls­ruher Abend und nicht zuletzt der Karlsruher Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Pörksen am Samstag, in dessen Rahmen die feierliche Schlüsselübergabe stattfand.

Die alte Akademie an der Sophienstraße war baulich für die modernen Anforderungen nicht mehr geeignet, ein Umbau bei lau­fendem Betrieb nicht zu realisieren. Mit der Akademie in einen geplanten neuen Gebäudekomplex an der Lorenzstraße im Umfeld des Zentrums für Kultur und Medien (ZKM) zu ziehen, erwies sich als rundum bessere Lösung.

Die auf zwei Etagen verteilten Räume entsprechen allen Anforderungen an eine moderne Patien­tenbehandlung, inklusive OP mit Live-Übertragungsmöglichkeit und Endomikroskop, und bieten zudem reichlich Platz für Lehre und Fortbildung. Neu ist ein modern ausgestattetes Lehrlabor, in dem Zahnärzte und Zahntechniker ab sofort gemeinsam Kurse absolvieren können – was bei den Fortbildungsteilnehmern auf sehr positive Resonanz stieß. Viel Licht, helle Farben, zurückhaltende Möblierung, die bekannten Fo­togalerien aus der Geschichte der Akademie und ansprechende Kunst bieten echte Frei-Räume für Patientenbehandlung und Fortbildung.

Eingeweiht wurden die Räume am Freitagnachmittag mit Vorträgen und Präsentationen, die von Master-Absolventen, Zahnärzten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Akademie gehalten wurden und sich großen Zuspruchs erfreuten. Die Themenpalette reichte von der Abrechnung über neue Materialien bis zu Zahnmedizin und Kunst.

Vorbildlich (auch für so manches Bauprojekt der öffentlichen Hand) war die Bauplanung und Ausführung: Der beauftragte Architekt, das Planungsbüro Schenk, hielt Zeitplan und Kostenrahmen passgenau ein – der Umzug konnte Ende August beginnen, zur Eröffnung war alles parat.

Anspruchsvoll und anregend war das Programm der Herbstkonferenz und des „Master’s Day“ unter dem Thema „Erfahrung zählt – die Kunst, ein guter Zahnarzt zu werden“. Das Spektrum reichte von der zahnmedizinischen Ästhetik im Dienst der Patienten, für die Prof. Dr. Bernd Klaiber aus der Fülle seiner Erfahrung schöpfen konnte, über Chirurgie und schwierige Patienten bis zum persönlichen Nutzen eines Master-Studiengangs und die komplexe Endodontie. Prof. Dr. Margrit-Ann Geibel (Münster) erläuterte anhand bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse und Ergebnissen aus Befragungen der Absolventen von Chirurgie-Kursen, dass es vorteilhaft sein könnte, für Frauen und Männer getrennte Chirurgie-Kurse anzubieten – auch wegen einer unterschiedlichen Herangehensweise an das Thema und anderer Interessen.

PD Dr. Anne Wolowski beschrieb den strukturieren Umgang mit „schwie­rigen Patienten“ mit somatoformen Krankheitsbildern und ihr eigenes Wachsen an diesem Thema, das sie in Münster sehr plötzlich in der Nachfolge von Prof. Müller-Fahlbusch übernehmen musste.

Dr. Carsten Appel stellte sich als Endo-Spezialist der schwierigen Frage, wann man mit einer Endo zufrieden sein kann – und gab dabei nicht nur faszinierende Einblicke in die verborgene Welt der Wurzelkanäle, sondern auch Auskunft über sein eigenes Tun, seine Zweifel und Misserfolge.

Wie Zahnärztinnen und Zahnärzte von einem Masterstudiengang in „Integrated Dentistry“ profitieren können, zeigte auf anschauliche Weise die Arbeit von Claus Pfistner, M.A., und Michael Seitz, M.A., die Ergebnisse aus dem „Network Integrated Dentis­try“ vorstellten.

http://www.za-karlsruhe.de/za_de/

 

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