Karneval: Herausforderung für den Säure-Basen-Haushalt

Karneval
02. Februar 2016
Karneval: Herausforderung für den Säure-Basen-Haushalt
Warum die ungesunde Lebensweise dem Körper ganz konkret schadet

Jede Menge Alkohol und Bussis für alle: Das ist  Karneval. Doch für den Körper und den Säure-Basen-Haushalt ist das eine echte Herausforderung.

Karneval steht vor der Tür. Zwar trägt er in den verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedliche Namen wie Fasching, Fas(t)nacht, Fasnet oder Fastelovend - eine Gemeinsamkeit ist aber überall zu finden: Es wird viel Ungesundes gegessen und Sekt, Bier und Cocktails sind mit von der Partie.

Fastenzeit als große Herausforderung

Diese kulinarischen Gewohnheiten stammen aus Zeiten, in denen vor der herannahenden Fastenzeit besonders solche Zutaten verwendet wurden, die während der Fastenzeit nicht erlaubt waren. Fleisch, Eier oder Fett sind hier zu nennen, denkt man an Karnevalskrapfen oder andere in Fett ausgebackene Eierspeisen.

Strüßjer, Bützjer und Kamelle – auch für die Zähne ist der Karneval eine Herausforderung.
Schon eine Woche vor Rosenmontag ziehen im Rheinland die ersten Karnevalsumzüge durch die Straßen.
Gut wenn dabei neben reichlich Süßigkeiten auch gleich ‪Zahnbürsten‬ als Wurfmaterial verteilt werden.

Foto: © Heinzen/DZW

Was der Seele gut tut, ist leider nicht zwangsläufig gut für unsere Gesundheit. Gerade die Fastenzeit bedeutet eine große Hausforderung für den Säure-Basen-Haushalt des Körpers.

Was der Säure-Basen-Haushalt ist

Damit unser Körper Energie bekommt, wandelt er alles, was wir essen und trinken, in biochemischen Reaktionen in andere Stoffe um - auch Bier und Berliner. Dabei fallen ständig Säuren an. Ein von der Natur fein abgestimmtes Zusammenspiel von Puffersystemen sorgt dafür, dass der pH-Wert des Blutes genau eingehalten und nicht sauer wird.

Ein bestimmtes Maß an Säuren kann das körpereigene Puffersystem ausgleichen, bei zu großer Säurelast droht eine latente Übersäuerung des Körpers.

Sauer ist nicht gleich sauer

Ob etwas sauer schmeckt, hat allerdings nichts damit zu tun, ob es im Körper zu einer Säure umgewandelt wird. Getreideprodukte, Eier, Fisch, Fleisch und Milchprodukte zählen zu den stärksten Säurebildnern. Auch Alkohol verstoffwechselt der Körper zu Säuren. Hier liegt das Problem, das bei vielen in der Karnevalszeit zu Kopfzerbrechen führt: übermäßiger Alkoholkonsum mit anschließendem Kater.

Alkohol ist schwierig für Leber

Alkohol ist eine echte Herausforderung für die Leber, die Entgiftungszentrale im menschlichen Körper, und den Säure-Basen-Haushalt. Der Umbau von Alkohol führt zu einer Säureattacke in Form von Ameisensäure und Essigsäure. Das Ergebnis kennen die meisten: bleischwere Glieder, Kopfschmerzen und Übelkeit unter anderem als Folge einer Säureflut. Der Körper hat jetzt viel zu tun: den giftigen Stoff Alkohol in der Leber abbauen und außerdem den überlasteten Säure-Basen-Haushalt ausgleichen. dzw

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