Steuererklärung: Bummler sollen künftig mit Zuschlag bestraft werden

Finanzamt
09. Mai 2016
Steuererklärung: Bummler sollen künftig mit Zuschlag bestraft werden
Geplantes Steuermodernisierungsgesetz sieht Säumniszahlungen bestraft

Jährlich Ende Mai muss die Steuererklärung den Finanzämtern vorliegen. Steuerzahler, die ihre Erklärung verspätet abgeben, sollen künftig mit Säumniszuschlägen bestraft werden. Wie hoch die Gebühren sind.

Wer bei seiner Steuererklärung bummelt und sie zu spät abgibt, soll künftig bestraft werden. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ). Demnach werde die Strafgebühr im Steuermodernisierungsgesetz stehen, das der Bundestag in Kürze beschließen will.

25 Euro pro Monat

Wie die "SZ" berichtet, soll danach automatisch 25 Euro Verspätungszuschlag pro Verzugsmonat für den säumigen Steuerzahler fällig werden. Ursprünglich seien 50 Euro Säumniszuschlag in der Diskussion gewesen. Auf Drängen der SPD wurde die Halbierung durchgesetzt. Die Steuererklärung muss jährlich am 31. Mai abgegeben werden. Bislang haben die Finanzämter ein Auge zugedrückt, wenn sie von den Steuerpflichtigen verspätet abgegeben wurde.

Gesetz ab 2017

Laut Informationen der "SZ" soll der Zuschlag vom ersten Tag an automatisch eingezogen werden. Gelten soll das Steuermodernisierungsgesetz ab Januar 2017. Geplant ist auch, dass es die Abläufe bei der Steuererklärung vereinfacht. Steuerpflichtige müssen Belege nicht mehr mit der Steuererklärung einreichen, sondern brauchen sie nur noch auf Verlangen der Finanzämter vorlegen.

Laut Informationen des "Mitteldeutschen Rundfunks" (MDR) soll die Steuererklärung möglichst elektronisch über das „Elster“-Verfahren abgegeben werden. Allerdings können auch weiterhin die Papierformulare ausgefüllt und abgegeben werden. Mit dem neuen Gesetz zur Steuererklärung reagiert der Bund laut "MDR" auf den Mangel an Mitarbeitern in den Finanzämtern. Sie sollen von einfachen Steuererklärungen entlastet werden, um mehr Zeit für Problemfälle zu haben.

Kritik vom Bund der Steuerzahler

Kritik am geplanten Steuermodernisierungsprozess kommt vom Bund der Steuerzahler. „Ein automatischer Verspätungszuschlag wäre unangemessen, wenn man seine Steuererklärung immer pünktlich eingereicht hat und sie jetzt ein erstes Mal oder nur wenige Tage zu spät abgibt. Hier sollte der Gesetzgeber nochmal nachbessern! Insgesamt unterstützen wir aber das Gesetzgebungsverfahren, denn der Gesetzgeber verspricht auch mehr Service für die Bürger“, so BdSt-Präsident Reiner Holznagel den Gesetzesvorschlag.“ dzw

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