Tag der älteren Generation: Zahnlosigkeit bei Senioren halbiert

Jüngere Senioren besitzen im Durchschnitt mindestens fünf eigene Zähne mehr als noch im Jahr 1997.
05. April 2017
Tag der älteren Generation: Zahnlosigkeit bei Senioren halbiert
KZBV und BZÄK ziehen positives Fazit für die konsequente Präventionsorientierung in der Versorgung

Immer mehr jüngere Senioren (65- bis 74-Jährige) behalten ihre eigenen Zähne. War vor 20 Jahren noch jeder vierte jüngere Senior zahnlos, so ist es heute nur noch jeder achte. Eine vergleichbar positive Entwicklung gibt es auch bei Zahnverlusten: Jüngere Senioren besitzen im Durchschnitt mindestens fünf eigene Zähne mehr als noch 1997.

Da immer mehr Menschen ihre eigenen Zähne behalten, verbessern sich die Voraussetzungen dafür, Zahnersatz verankern zu können. Auf diese ausgewählten Ergebnisse der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) weisen Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich des heutigen Tages der älteren Generation hin.
 
Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Zahnerhalt und konsequente Präventionsorientierung in der Versorgung haben in den vergangenen Jahren herausragende Erfolge gezeigt. Deshalb nimmt Deutschland international hier auch folgerichtig einen Spitzenplatz ein. Die steigende Zahl eigener Zähne bis ins hohe Alter erleichtert es dem Behandler, funktionalen Zahnersatz zu befestigen. Unabhängig von der Art des jeweiligen Zahnersatzes und dem Sozialstatus hat jeder gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, eine zahnprothetische Versorgung seiner Wahl zu Lasten der GKV in Anspruch zu nehmen.“
 
Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK: „Die DMS V zeigt, dass der Anteil prothetisch ersetzter Zähne in allen sozialen Schichten vergleichbar hoch ist. Anders als in anderen Ländern lässt sich in Deutschland der Sozialstatus somit nicht an der Zahl der Zahnlücken erkennen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse zum Zahnverlust auch, dass Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen noch nicht im gleichen Maße von den Mundgesundheitserfolgen wie die breite Bevölkerung profitieren. Die Aufklärung, dass regelmäßige Mundpflege und Kontrolluntersuchungen viel bewirken können, muss alle erreichen.“
 
Weitere Informationen zur DMS V können auf den Websites von KZBV und BZÄK abgerufen werden, darunter auch die zwei Grafiken „Zahnverluste und Zahnersatz“ sowie „Eigene Zähne und Zahnersatz“ bei jüngeren Senioren.
 
Erklärvideos mit Tipps für die Zahnpflege bei Senioren und Hochbetagten sind im YouTube-Kanal der Bundeszahnärztekammer zu finden.

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