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Mit welchen Geldkarten Sie am besten im Ausland bezahlen

Die Urlaubssaison ist in vollem Gange. Wer sich auf den Weg ins Ausland macht, sollte sich im Vorfeld finanziell absichern und auch Fragen zum Bezahlen klären. Welche Geldkarten wirklich geeignet sind.

Wer ins nichteuropäische Ausland fährt, ist gut beraten, mit der Kreditkarte zu bezahlen.
Syda Productions/Shutterstock

Wer ins nichteuropäische Ausland fährt, ist gut beraten, mit der Kreditkarte zu bezahlen.

Türkisblaues Wasser, weiße Strände, Sonne – der verdiente Sommerurlaub ist für viele schon zum Greifen nah. Doch bevor Sie ins Auto oder den Flieger steigen, sollten Sie eines geklärt haben: Wie will ich eigentlich im Ausland bezahlen? Möglichkeiten gibt es viele, jedoch sind nicht alle gleich gut geeignet. Um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, hat der Bundesverband Deutscher Banken die Vor- und Nachteile von Bargeld, Girocard und Kreditkarte aufgelistet:

Bargeld

Nur Bares ist Wahres – für viele von uns sind Scheine und Münzen im Alltag das übliche Zahlungsmittel. Das gilt auch auf Reisen: Wie der Bankenverband mitteilt, bezahlen laut einer aktuellen Umfrage der norisbank knapp über die Hälfte der Deutschen im Urlaub am liebsten bar. Bei den 18- bis 34-Jährigen seien es sogar mehr als 60 Prozent. Das ist durchaus sinnvoll, denn besonders in abgelegenen Gegenden werden Kartenzahlungen oft nicht akzeptiert.

Auch wenn Sie am Geldautomaten vor Ort meist den besseren Wechselkurs erhalten, sollten Sie bereits eine kleine Menge der Fremdwährung im Reisegepäck haben – nur für den Fall, dass Sie nicht gleich eine Möglichkeit zum Wechseln finden. Überprüfen Sie aber zuvor auf der Homepage des Auswärtigen Amtes, ob Sie die Fremdwährung überhaupt ins Urlaubsland einführen dürfen.

Der große Nachteil bei Bargeld: Hier ist die Gefahr von Verlusten durch Diebstahl viel höher als zum Beispiel bei Geldkarten. Diese sind durch die PIN gesichert und Sie können sie umgehend sperren. Daher sollten Sie immer nur so viel Cash dabei haben, wie Sie wirklich benötigen. Sollten Sie einen höheren Betrag abgehoben haben, deponieren Sie einen Teil davon am besten an sicheren Orten, beispielsweise dem Hotelsafe.

Girocard für Europa-Reisende

Wenn Sie innerhalb Europas unterwegs sind, eignet sich die Girocard zum Bezahlen und Geldabheben. Das bargeldlose Bezahlen ist meist kostenlos. Beim Abheben dagegen werden oft Gebühren fällig. Erkundigen Sie sich am besten vor der Reise bei Ihrer Hausbank. Vielleicht kooperiert sie auch mit einer Bank am Urlaubsort. Dort können Sie dann in der Regel gebührenfrei Geld abheben.

Kreditkarte für Weltentdecker

Außerhalb von Europa empfiehlt der Bankenverband eine Kreditkarte. Mir ihr könne man fast überall auf der Welt Geld abheben und bezahlen. Aber auch dafür fallen je nach Anbieter Gebühren an, die häufig höher sind als bei der Girocard. Aus diesem Grund sollten Sie sich gut über das Bezahlen mit Kreditkarte sowie über Fallen an Geldautomaten im Ausland informieren. Aufgrund der Gebühren lohnt es sich laut Bankenverband meistens mehr, einmal einen hohen Betrag abzuheben anstatt vieler kleiner (dann aber gilt es wiederum, auf die Sicherheit des Bargelds zu achten – siehe oben).

Insgesamt hat in den vergangenen Jahren die Kartennutzung der Deutschen im Urlaub stark zugenommen: 2014 gaben nur 33 Prozent an, dass sie auf Reisen bevorzugt bargeldlos bezahlen; 2017 waren es schon rund 47 Prozent. Ideal ist in jedem Fall eine der Situation angemessene Kombination der Zahlungsmittel. So bleiben Sie im Urlaub flexibel und genießen die freie Zeit unbeschwert von Geldsorgen.

 

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