Journalistenpreis: Erster Platz an Ratgeber-Serie für Patienten

Journalistenpreis
12. Mai 2017
Journalistenpreis: Erster Platz an Ratgeber-Serie für Patienten
Preisverleihung des Wettbewerbs au IDS 2017

Auf der IDS 2017 wurden nicht nur Neuigkeiten aus der Dentalbranche präsentiert. Auch der Journalistenpreis "Abdruck 2017" wurde verliehen. Warum der erste Platz an den Service-Beitrag ging.

Die vier Gewinner des Journalistenpreises "Abdruck" 2017 lauten: Nutzwerk – die Serviceredaktion von "Sächsische Zeitung" und "Freie Presse" (Print), Greg Verweyen, MDR-exakt (TV), Thomas Samboll, WDR 5 (Hörfunk) und Stefanie Peyk, SWR 2 (ebenfalls Hörfunk). Die Kategorie Online blieb unprämiert. Die Preise wurden am 22. März 2017 im Rahmen der 37. Internationalen Dental-Schau (IDS) in Köln verliehen.

Bewertung durch Fachjury

Zum zwölften Mal in Folge hat die Initiative ProDente den Journalistenpreis verliehen. Mit dem „Abdruck“ würdigt sie herausragende journalistische Arbeiten über zahnmedizinische und zahntechnische Themen. Eine fünfköpfige Fachjury mit Experten aus Journalismus, Wissenschaft, PR und Zahntechnik bewertete die Beiträge 2017 in den drei Kategorien Print, TV und Hörfunk. Insgesamt sind die Preise mit 10.000 Euro dotiert.

Print: 13-teilige Ratgeber-Serie überzeugt

Obwohl Print, wie in den Jahren zuvor, die Kategorie mit den meisten Einsendungen darstellte, war sich die Jury schnell einig: "Inhaltlich alles richtig und sehr nachhaltig“, lobt Dirk Kropp, Geschäftsführer von ProDente, die aufwendige 13-teilige Ratgeber-Serie "Auf den Zahn gefühlt" von Nutzwerk, der Serviceredaktion von "Sächsische Zeitung" und "Freie Presse".

Dr. Lucia Schmidt, von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und Preisträgerin von 2014, ergänzt: "Die Artikel sind für Patienten gut nachvollziehbar und haben damit einen hohen Nutzen." Die Beiträge aus der Serie wurden in den Leben- beziehungsweise Ratgeber-Seiten der beiden großen Regionalzeitungen in Sachsen vom Oktober bis Dezember 2016 veröffentlicht.

TV: Erster Preis dank schlechter Zähne

"Der Beitrag 'Schlechte Zähne' klärt lebensnah und ansprechend über ein sehr wichtiges Thema auf, denn leider ist der Satz 'Armut erkennt man an den Zähnen' in einigen Teilen Deutschlands traurige Realität“, begründet Dr. Marion Marschall, Chefredakteurin der DZW – Die ZahnarztWoche, die Juryentscheidung. Autor Greg Verweyen habe für seinen MDR-exakt-Beitrag „fundiert recherchiert und zahnmedizinische wie soziale Fakten zielgruppengerecht aufbereitet“, führt Jurymitglied Thomas Lüttke, Zahntechnikermeister und Vorstand des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), weiter aus. Der im August 2016 ausgestrahlte Beitrag begleitet Betroffene während der Behandlung und lässt Experten zu Wort kommen.

Hörfunk: Zwei Beiträge preiswürdig

Der Beitrag über „Heilsames Nitrat“ von Stefanie Peyk, ausgestrahlt im August 2016 im Wissensmagazin SWR 2 Impuls, konnte die Jury mit seinem ungewöhnlichen Ansatz begeistern. „Dass nitratreicher Salatsaft die Zahngesundheit fördern könne, ist vielen Hörern sicher nicht bekannt“, kommentiert Thomas Lüttke die Preisvergabe. Zu oft würde der ernährungswissenschaftliche Bezug in Sachen Zahngesundheit vernachlässigt. "Frau Peyk ist es gelungen, einen wissenschaftlichen Sachverhalt auf interessante und spannende Art und Weise deutlich zu machen", urteilt Univ.-Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel.

Weiterer und damit nach 2014 erneuter Preisträger in der Kategorie Hörfunk ist Thomas Samboll mit seinem im Mai 2016 ausgestrahlten Beitrag für WDR 5 „Karies-Check auf der Wohnzimmer-Couch“. In der klassischen Reportage leiste Samboll „wichtige Aufklärung“, lobt Dr. Lucia Schmidt, schließlich wüssten viele Patienten nichts von der Möglichkeit, einen Zahnarzt auch nach Hause kommen zu lassen. "Vor allem älteren und pflegebedürftigen Menschen bietet der kompakte Beitrag hilfreiche Informationen", ergänzt Dr. Marion Marschall. Zudem beinhalte Sambolls Einreichung authentische und inhaltlich stimmige O-Töne, sodass der Hörer dranbliebe, summiert Univ.-Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel.

Online keine Preisvergabe

Trotz der thematisch sehr vielseitigen Einreichungen in der Kategorie Online konnte sich die Jury in diesem Jahr nicht auf einen Gewinner festlegen. „Wir haben nach langer Debatte kein eindeutiges Ergebnis erzielen können“, erklärt Dirk Kropp. "Einige Einreichungen waren für einzelne Jurymitglieder zwar preiswürdig, doch die Punkte reichten am Ende nicht zur Mehrheit aus." dzw