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Arbeit nicht mit nach Hause nehmen

Stress im Job steckt an – auch den Partner

Stress im Job steckt an – und kann auch die Nerven des Partners gewaltig strapazieren.
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Stress im Job steckt an – und kann auch die Nerven des Partners gewaltig strapazieren.

Stress am Arbeitsplatz wirkt sich oft auch negativ auf die Beziehung oder auf Gesundheit und Wohlbefinden des Partners aus. Eine klare Trennung von Beruf und Privatleben hilft, arbeitsbedingten Stress vom Partner fernzuhalten. Die Wissenschaftler der Griffith University in Queensland, Australien, sprechen sich für eine erhöhte Work-Life-Balance aus, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Signifikante Einflüsse auf die Beziehung

Der gute Rat, die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen, kann nun wissenschaftlich belegt werden. Prof. Paula Brough vom Lehrstuhl für Organisationspsychologie der Griffith University in Australien konnte mit ihren Forschungsergebnissen nachweisen, dass der Stress vom Arbeitsplatz auf den Partner zu Hause übertragen wird. Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer berichtete von signifikanten Einflüssen auf ihre Beziehung.

Phänomen "Stressübertragung"

„Mit unserer Studie konnten wir herausfinden, dass die Übertragung von Stress wirklich stattfindet und die Beziehung darunter leidet. Dabei ist es unerheblich, ob die Paare bereits Kinder haben oder kinderlos sind“, so Brough. Wissenschaftler nennen dieses Phänomen ‚Stressübertragung'.

Die Studie wurde im „Australian Journal of Psychology“ (doi:10.1111/ajpy.12208) veröffentlicht. Alle Teilnehmer arbeiteten Vollzeit. Die Ergebnisse waren Teil einer größeren Studie, die untersuchte, wie Angestellte Stress durch Mobbing am Arbeitsplatz bewältigen.

„Stressauslöser kann das Arbeitsumfeld sein, der Vorgesetzte oder Mitarbeiter. Es kommt beispielsweise immer wieder vor, dass sich der Stress eines Kollegen auf Sie auswirkt und Ihre Leistung beeinflusst. Uns ist bewusst, dass manche Stressfaktoren von der Familie oder von außerhalb des Berufsumfelds kommen, aber wir haben uns explizit angesehen, zu welchem Anteil der Arbeitsstress vom Partner in die Beziehung übertragen wird.“ Die Studie belege eindeutige Fälle, in denen der Stressfaktor „Arbeit“ so groß war, dass daraus eine negative Beeinflussung der Gesundheit des Partners und eine Schwächung des allgemeinen Wohlbefindens resultiere.

Angestellte beim Übergang zwischen verschiedenen Lebensabschnitten unterstützen

Die Forschungsergebnisse heben die Wichtigkeit der Work-Life-Balance mit klaren Regeln hervor, um sicherzugehen, dass der Arbeitsplatz nicht psychisch krank macht. Außerdem: „Gute Arbeitgeber erkennen die Wichtigkeit, ihre Angestellten beim Übergang zwischen verschiedenen Lebensabschnitten zu unterstützen, sei es beispielsweise nach der Geburt eines Kindes oder bei der Pflege eines kranken Angehörigen.“

Quelle: Institut Ranke-Heinemann/Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund