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ZFA-Tarifgehälter: Wo die anderen Kammern bleiben

ZFA-Ausbildung
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Auf die Anhebung der Vergütung hatten sich die Tarifpartner – der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (Bochum) und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten/Zahnarzthelferinnen (AAZ) – geeinigt.

Mehr Geld für Auszubildende

Die erste Stufe – ein Plus von mindestens 100 Euro brutto – galt bereits rückwirkend zum 1. Januar 2015. Zum 1. April 2016 wurden auch die monatlichen Ausbildungsvergütungen erhöht. Sie betragen seit April im ersten Ausbildungsjahr 750 Euro, im zweiten 790 und im dritten 840 Euro.

Der Verantwortung als Arbeitgeber stellen

„Wir freuen uns, dass wir dieses Ergebnis für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Zahnarztpraxen erzielen konnten“, erklärt Carmen Gandila, Vizepräsidentin des Verbands, in einer Pressemeldung. „Allerdings ist der erhoffte positive Effekt auf die anderen Kammerbereiche bisher ausgeblieben. Nach wie vor stellen sich nur Zahnärzte und Zahnärztinnen aus Hamburg, Hessen, Westfalen-Lippe und dem Saarland der Verantwortung als Arbeitgeber und dokumentieren diese durch das Abschließen von Tarifverträgen.“

Großes Interesse in anderen Bundesländern

Dies sei umso erstaunlicher, als der Fachkräfteengpass im Beruf ZFA inzwischen von allen Seiten bestätigt werde und die Tarifverhandlungen auch in anderen Bundesländern auf großes Interesse gestoßen waren.

Signalwirkung für ZFA und Auszubildende

 „Deshalb appellieren wir wiederholt an die Arbeitgeber: Zeichnen Sie diesen Tarifvertrag nach und zeigen Sie damit den Schulabsolventen, den Auszubildenden und den ausgebildeten Fachkräften, dass der Beruf Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r eine finanzielle Perspektive hat, Chancen für die persönliche und berufliche Entwicklung bietet und auch gesellschaftlich anerkannt ist.“

Weitere Informationen unter www.vmf-online.de.