Panorama

Global Health Summit

„Wir müssen als Weltgemeinschaft handeln“

Axel Radlach Pries, Präsident des World Health Summit und Dekan der Charité
WHS

Prof. Dr. Axel Radlach Pries ist Präsident des World Health Summit und Dekan der Charité – Universitätsmedizin Berlin. 

Gesundheit muss ein für alle Menschen zugängliches Gut sein, das ist eine der wichtigsten Lehren aus der Covid-19-Pandemie. Sars-CoV-2 und seine Mutationen betreffen die gesamte Welt und wir müssen als Weltgemeinschaft handeln, dies ist in unser aller Interesse“, sagt Prof. Dr. Axel Radlach Pries, Präsident des World Health Summit und Dekan der Charité – Universitätsmedizin Berlin anlässlich des Global Health Summit am 21. Mai 2021 in Rom.

Auf dem Gipfel haben die Staats- und Regierungschefs der G20, Leiter internationaler und regionaler Organisationen sowie Repräsentanten internationaler Gesundheitsorganisationen Gelegenheit, ihre Corona-Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Grundsätze in eine „Erklärung von Rom“ einfließen zu lassen. 

Künftige weltweite Gesundheitskrisen besser verhindern

Auf dieser Grundlage ließen sich künftige weltweite Gesundheitskrisen besser verhindern – durch den Ausbau multilateraler Zusammenarbeit, gemeinsame Maßnahmen sowie ein gemeinsames Engagement für eine gesündere, sicherere, gerechtere und nachhaltigere Welt.  

„Es müssen dringend nachhaltige Strategien zur weltweiten Pandemievorsorge und -bekämpfung geschaffen werden“, so Pries. „Dafür brauchen wir einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz und die Zusammenarbeit zwischen allen Sektoren auf internationaler Ebene. Ein wichtiger Schritt, um besser für künftige Pandemien vorbereitet zu sein, sei „Universal Health Coverage“, eines der UN-Nachhaltigkeitsziele, das noch lange nicht erreicht sei. Und Gesundheit muss als Querschnittsthema in alle politischen Bereiche integriert werden: ,Health in all Policies' ist dringend erforderlich.

Health in all Policies ist dringend erforderlich

Der Gipfel wird anknüpfen an die globale Krisensituation durch Covid-19, in deren Rahmen im letzten Jahr fast 16 Milliarden Euro für die weltweite Verfügbarkeit von Corona-Behandlungen, Tests und Impfstoffen zusammengekommen sind, an die Arbeit multilateraler Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation und bestehende Rahmenvereinbarungen wie den Internationalen Gesundheitsvorschriften sowie weitere gesundheitspolitische Initiativen und Verfahren, darunter jene der G7 und der G20.

Ende Oktober findet der World Health Summit 2021 statt. Der WHS ist eines der weltweit wichtigsten strategischen Foren für globale Gesundheit. Unter der traditionellen Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, bringt der World Health Summit international führende Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik, Industrie und Zivilgesellschaft zusammen.

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