Wirtschaft

Studie der Hochschule Hamm-Lippstadt

Die Messe der Zukunft

Protrait von Prof. Uwe Kleinkes vor Bäumen
HSHL/Helen Sobiralski

Prof. Dr. Uwe Kleinkes untersuchte mit Kollegen, wie Messen und Veranstaltungen in Zukunft aussehen werden.

Messen und Veranstaltungen sind für mittelständische Unternehmen sehr wichtige Kommunikationsinstrumente. Das Marketing-Foresight-Lab der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) hat jetzt untersucht, inwieweit die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie dieses Werkzeug verändern werden. Nach dem monatelangen Pandemie-bedingten Ausfall von Präsenzmessen sowie ersten Erfahrungen mit digitalen Formaten ist die Zukunft von Präsenzmessen ungewiss.

Zusammen mit zehn Experten wurden unter anderem folgende Trends ausgemacht:

  1. Präsenzmessen müssen einen Mehrwert bieten, der digital nicht erreicht wird
  2. und es wird ein Kulturwandel zu mehr „Trial and Error“ bei allen digitalen Formaten nötig.

Das Projekt „Digitale Kundenschnittstelle“ der HSHL untersucht den digitalen Kundenkontakt regionaler, kleiner und mittelständischer Unternehmen. Im „NRW Marketing Foresight Lab“, welches ausgewählte Themen des digitalen Kundenkontakts untersucht und einen Vorschauprozess von fünf Jahren organisiert, beleuchteten Prof. Dr. Uwe Kleinkes, Studiengangsleiter „Technisches Management und Marketing“, Marcel Hildebrand, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HSHL, sowie der Masterand Marijan Schulte, unterstützt durch InnoZentOWL und die Wirtschaftsförderung Dortmund, die zukünftige Entwicklung und den Einfluss der Coronakrise auf das Messegeschäft. Das wesentliche Ergebnis ist, dass der Digitalisierungsgrad einer Messe in fünf Jahren messespezifisch sein wird. Eine große Bandbreite an Messen, von rein analog bis komplett digital, ist denkbar.

Messen und Veranstaltungen brauchen einen tiefgreifenden Kulturwandel

Damit Präsenzmessen auch zukünftig noch eine wichtige Rolle spielen, müssen sie einen Mehrwert bieten, der digital nicht erreicht werden kann. Möglichkeiten wie Matchmaking, Inhalte on demand, Live-Chats und die digitale Vernetzung von Messeteilnehmenden werden zunehmend gefragt. Im Einzelfall werden die Ausstellerinnen und Besucher genaustens prüfen, ob die Reise zur Messe noch notwendig ist, denn durch digitale Tools wird der Messeerfolg planbarer.

Ihre Untersuchungen und Diskussionen zum Thema „Wie funktionieren Messen und Veranstaltungen in fünf Jahren?, Bedürfnisse und Anforderungen der Aussteller und Besucher als auch die zukünftige Entwicklung von Messen“ führten die HSHL-Wissenschaftler mit Holger Bödeker (AMA Service GmbH), Dr. Matthias Böttcher (IHK Lippe), Sabine Hintz (Raith GmbH), Dörte Hoffmann (HNP Mikrosystemtechnik GmbH), Orkide Karasu (IVAM), Prof. Dr. Dominik Matyka (Unternehmer), Lars Pfeifer (Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG), Benjamin Schattenberg (IHK Ostwestfalen), Daniela Stack (Deutsche Messe AG) und Christian Terhechte (Neuland-Medien GmbH) während des Sommersemesters 2021 durch.
Weitere Informationen gibt es hier.  

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