Zahntechnik

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Aufbruchstimmung in der Dentalbranche

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Kaum eine Branche ist aktuell stärker im Umbruch als die Dentalbranche. Besonders im Hinblick auf die Digitalisierung. Denn während in vielen Branchen das Thema „Digitalisierung“ ein vieldeutiges und teils schwammiges Thema ist, so ist der digitale Workflow in der Dentalbranche eine sehr konkrete Veränderung, mit der sich immer mehr Dentallabore und Zahnarztpraxen konfrontiert sehen.

Ein bekanntes Zitat von Steve Jobs ist: „Wenn neue Medien entstehen, neigen wir dazu, an den Verhaltensweisen mit alten Medien festzuhalten. Die ersten Fernsehshows waren im Grunde Radio Shows, auf die eine Fernsehkamera gerichtet war.“ Dieses Zitat stammt aus den 80er-Jahren und sollte verdeutlichen, was wir durch die Einführung von Computern erwarten können. Es ist eine Eigenschaft von neuen Medien und neuen Technologien, dass wir sie am Anfang immer mit unseren alten Strukturen und Denkweisen angehen.

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Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten

Auch der digitale Workflow in der Dentalbranche kann aus dieser Perspektive betrachtet werden. So ist zum Beispiel der Intraoralscan mehr als nur ein digitaler Abdruck. Es entstehen vollkommen neue Möglichkeiten, ortsunabhängig zu arbeiten, die Kommunikation zwischen Behandler und Techniker zu verbessern und ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. 

Covid als Beschleuniger

Mit Covid hat sich das Bewusstsein über die Möglichkeiten der Digitalisierung noch einmal erheblich verstärkt. Fast jeder hat mittlerweile Bekanntschaft gemacht mit Zoom, Google Meet, WhatsApp und anderen digitalen Services, die privat und geschäftlich in vielen Fällen zu einer Notwendigkeit geworden sind. 

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung haben Stephan Kreimer und ich vor einem Jahr die Plattform „Situation Room Dental“ gegründet. Ziel war es, in all der Turbulenz aus Covid, Digitalisierung und genereller Unsicherheit einen konstruktiven Ansatz zu finden und Teilnehmern zu helfen, sich besser zu positionieren. Wir haben so in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Meinungsführern aus Zahntechnik, Zahnmedizin und Industrie gesprochen und viele dieser Inhalte in Form von Live-Seminaren und Podcasts geteilt. 

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Mit der Zeit gehen

Gerade Inhaber von Dentallaboren sind sich zunehmend bewusst, dass der digitale Workflow sowohl Chance als auch Risiko bedeutet. Wer auf konventionellen Workflows beharrt, wird zunehmend bestimmte Kundenaufträge nicht mehr bearbeiten können. Fehlendes Know-how im Bereich digitale Workflows kann für Praxen zudem auch ein Grund sein, ihr Labor zu wechseln, um eben mit einem Partner arbeiten zu können, der zum Beispiel die Annahme von Intraoralscandaten beherrscht.

Wer aber rechtzeitig die richtigen Schritte in die Digitalisierung macht, der kann von zahlreichen Vorteilen profitieren: Digitalisierung ermöglicht die Skalierbarkeit verschiedener Anwendungen und Arbeitsschritte. Zudem sind erhebliche Effizienzsteigerungen möglich. Auch das Thema Kundengewinnung kann ganz neu gedacht werden: So ermöglichen zum Beispiel Intraoralscanner eine erheblich verbesserte Kommunikation zwischen Labor und Praxis. Zudem müssen Kunden nicht unbedingt aus der umliegenden Region kommen, denn digitale Daten lassen sich ohne Probleme deutschland- oder sogar weltweit empfangen und bearbeiten.

Neue Chancen ergeben sich

Der Tenor, der sich aus den Gesprächen entwickelt hat, ist daher vorwiegend auch geprägt von einer positiven Aufbruchstimmung. Denn die Digitalisierung schafft Raum für Kreativität. So beschäftigen sich immer mehr Labore mit den Möglichkeiten neuer Workflows und Prozesse. Von Online-Marketing und digitaler Kundenakquise bis zur effizienten Produktion durch 3-D-Druck: Durch den digitalen Wandel entstehen Chancen, sich stärker im Markt zu differenzieren. Qualität und Zuverlässigkeit sind für jeden gleichermaßen eine Voraussetzung – aber der „digitale IQ“ unter Laboren und Praxen ist zunehmend ein entscheidender Erfolgsfaktor. Praxen, die selbst digital fit sind oder es werden möchten, suchen verstärkt Labore, die ebenfalls einen hohen digitalen IQ vorweisen können. 

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Es bleibt ein Handwerk

Gleichzeitig hat die analoge Arbeit in vielen Bereichen natürlich auch weiterhin ihre Stärken. Gerade wenn es um Individualisierung geht, ist das klassische Handwerk weiterhin entscheidend. Wichtig ist daher zu lernen, wie sich die digitale Welt und die analoge Welt optimal ergänzen. 

Ein Platz zum Reden

Situation Room Dental“ bietet hierfür eine Plattform, um sich konstruktiv auszutauschen, und wir möchten jeden herzlich einladen, sich proaktiv zu beteiligen. Wer sich darüber hinaus über die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten individuell informieren möchte, dem stehen wir zudem für eine persönliche Beratung zur Verfügung. 

Jeder Umbruch und auch jede Krise bietet ihre Chancen. Wer für diese offen ist und aktiv handelt, wird weiterkommen.

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ZTM Stephan Kreimer und Nicolas Klaus

Autorenkasten:
Stephan Kreimer und Nicolas Klaus helfen Dentallaboren und Zahnarztpraxen bei der Digitalisierung. Mit der Situation Room Dental haben sie zudem eine unabhängige Plattform geschaffen für den offenen Wissensaustausch rund um die Themen Innovation und Positionierung. Stephan Kreimer ist gelernter Zahntechnikermeister mit eigenem Dentallabor. Als Beta-Tester und unabhängiger Berater unterstützt er Dentalunternehmen bei der Produktentwicklung neuer Technologien und Materialien. Nicolas Klaus arbeitete bei einem führenden Hersteller von 3-D-Druckern und betreute dort das Dentalgeschäft. Aktuell ist er selbstständig als Berater.

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