Prophylaxe

Mundpflege-Gel Orofan

Gel putzt besser als eine Zahnpasta

Das Mundpflege-Gel Orofan wurde mit neuem Geschmack und längerer Bioverfügbarkeit in der Mundhöhle und im Rachenraum weiterentwickelt, um die Schutzwirkung auf den oropharyngealen Schleimhäuten zu stabilisieren
Dr. Hinz Dental

Das Mundpflege-Gel Orofan wurde mit neuem Geschmack und längerer Bioverfügbarkeit in der Mundhöhle und im Rachenraum weiterentwickelt, um die Schutzwirkung auf den oropharyngealen Schleimhäuten zu stabilisieren

Das Pflegepräparat Orofan (Dr. Hinz Dental, Herne) gibt es jetzt auch als Mundpflege-Gel. Wir wollten von Prof. Dr. Dr. Peter Gängler, Ormed Institute for Oral Medicine at the University of Witten/Herdecke, wissen, auf welchen Inhaltsstoffen die Wirkung des neuen Orofan-Mundpflege-Gels basiert und bei welchen Indikationen es angewendet werden kann.

Herr Prof. Gängler, was war das Ziel, das Orofan-Mundpflege-­Gel weiterzuentwickeln?

Prof. Dr. Dr. Peter Gängler: Das in bisher drei abgeschlossenen klinisch-kontrollierten Studien mit erwachsenen Probanden, Senioren und Dialysepatienten erfolgreich getestete essbare Mundpflege-Gel Orofan zeigte in der selbst durchgeführten, der assistierten und der professionellen täglichen Mundhygiene eine hohe Akzeptanz, eine deutliche Reduzierung der Zahl der Gingivitiszähne und eine spürbare Verbesserung der Xerostomie.

Nun haben wir das Gel mit neuem Geschmack und längerer Bioverfügbarkeit in der Mundhöhle und im Rachenraum weiterentwickelt, um die Schutzwirkung auf den oropharyngealen Schleimhäuten zu stabilisieren. Der präventive Wirkungsmechanismus dieses oralen Kosmetikums beruht auf Biopolymeren wie ChitoClear, Hydroxyethylcellulose, Aloe vera und einem Thymolderivat zusammen mit Xylitol, um neben dem biologischen Schleimhautschutz eine milde antibakterielle Eigenschaft zu entwickeln.

Der fruchtige Geschmack und ein niedriger pH-Wert unterstützen die Speichelsekretion, und der Natriumfluoridgehalt bei langer Bioverfügbarkeit in Speichel und Plaquefluid fördert die Remineralisation. Die Anwendung in der zahnärztlichen Praxis geht von der Kofferdam-Applikation über die postoperative Versorgung bis zur Milderung der Beschwerden bei bakteriellen und viralen Infektionen.

Ist das Mundpflege-Gel eine ­Alternative zur täglichen Zahnpastaverwendung? Und muss es deshalb essbar sein?

Prof. Dr. Dr. Peter Gängler: Die Antwort ist eindeutig zweimal Ja. Das Gel putzt deutlich besser als eine hochabrasive Zahnpasta. Und die Kombination des zweimal täglichen Zwei-Minuten-Zähneputzens mit einem anhaltenden Schleimhautschutz schafft einen zusätzlichen Gewinn. Die besten Erfahrungen liegen beim Putzen mit weichen, höchstens mittelharten Borsten vor, mit Wasser für eine Minute, Ausspülen, und die zweite Minute mit Gel ohne auszuspülen. Man kann das Gel natürlich auch ausspülen, verliert damit aber einen Teil des Schleimhautschutzes und der ­Fluoridverfügbarkeit.

Warum schäumt das Gel ­weniger als eine übliche ­Zahnpasta?

Prof. Dr. Dr. Peter Gängler: Ein Mund voller Schaum motiviert zu kürzeren Putzzeiten, zwingt zu gründlichem Ausspülen und reduziert damit auch die Fluoridverfügbarkeit, was durch die Messungen mit Denttabs-Zahnputztabletten belegt ist.

Das Mundpflege-Gel ist dort, wo es gebraucht wird. Die angeregte Speichelsekretion ist der wichtigste Mundschutz überhaupt. Die Fluorid-Ionen sind da, wo sie sein sollen, an den Zahnoberflächen zur Remineralisation, wenn Mineraldefizite vorliegen.

Das weiterentwickelte Orofan-­Mundpflege-Gel kann also die Zahnpasta ersetzen?

Prof. Dr. Dr. Peter Gängler: Genau das kann Orofan aus drei Gründen:

Erstens wird eine optimale Plaquekontrolle an allen Zahnflächen biophysikalisch allein durch das Bürsten mit optimierten Borsten aus funktionellen Filamenten erreicht. Dazu trägt Zahnpasta nicht bei.

Zweitens führt lebenslanges Zähnebürsten mit mittlerer Bürstkraft von härteren Borsten und leicht abrasiven Zahnpasten unweigerlich zu ausgedehnten Abrasionsschäden an allen Zähnen, besonders aber an den Außenflächen, die im Zentrum der Kraftübertragung liegen. Das Mundpflege-Gel verhindert das.

Und drittens gehört zu einer natürlichen Mundpflege in allen Altersgruppen eine ausreichende Bioverfügbarkeit aktiver Fluorid-Ionen in Speichel und Plaquefluid zur permanenten Remineralisation, eine Verhütung von Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen sowie die Minimierung von bakteriellen und viralen Infektionen. Das gewährleistet ein essbares Mundpflege-Gel besser als ein ausgespülter Zahnpastaschaum.

Weitere Informationen zum Orofan-Mundpflege-Gel gibt es unter www.dr-hinz-dental.de.

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