Implantologie

Implantologie der Zukunft – Evidenz trifft Innovation

10. Kongress ITI Deutschland

Die Eröffnungsfeier zum ITI-Kongress fand im Plenarsaal des ehemaligen Bundestags in Bonn statt.
Dr. Georg Bach

Die Eröffnungsfeier zum ITI-Kongress fand im Plenarsaal des ehemaligen Bundestags in Bonn statt.

Eine besondere Location für die Eröffnung, ein breit gefächertes wissenschaftliches Programm, eine Disputatio zum hochaktuellen Thema Keramikimplantate, viele neue Kontakte, aber auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten – das International Team of Implantology (ITI), Sektion Deutschland, zieht nach seinem Kongress, zu dem am 16. und 17. März fast 800 Teilnehmer nach Bonn gekommen waren, ein hochzufriedenes Fazit. Motto der Veranstaltung: „Implantologie der Zukunft: Evidenz trifft Innovation“.

Beliebtestes Fotomotiv des Kongresses war wahrscheinlich der Bundesadler über dem Rednerpult im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestags, in dem Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz, Chair der ITI Sektion Deutschland, den Kongress am Samstagmittag offiziell eröffnete: "Was für ein Ambiente!" In diesem Plenarsaal hätten die gewählten Parlamentarier miteinander um die besten Lösungen gerungen, so Kleinheinz, "das machen wir beim ITI auch".

 

DZW-tv

Impressionen vom 10. ITI Kongress in Bonn: „Implantologie der Zukunft – Evidenz trifft Innovation“

Im Anschluss warf der als meinungsfreudiger Gastredner bekannte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelshüschen im „besonderen Vortrag“ einen unterhaltsam-zugespitzten und nachdenklich stimmenden Blick auf die demografische Entwicklung und die Zukunft der GKV in Deutschland. Besonders gerne richtete er sich dabei an die Vertreter der geburtenstarken Jahrgänge im Plenum: "Wenn Sie glauben, Sie haben ein Problem mit Ihrer Gesundheits- und Altersversorgung, dann stimmt das so nicht. Sie haben kein Problem. Sie sind das Problem."

Das Spektrum der sich anschließenden wissenschaftlichen Vorträge umfasste chirurgische und prothetische Themen, Fragen des Hart- und Weichgewebsmanagements sowie der Keramikimplantologie (ausführlicher Bericht in der Ausgabe 12/18 der DZW).

„Fokussiert, innovativ, eigenständig, verlässlich“ – mit diesen Attributen präsentierte sich das ITI in Bonn selbstbewusst und zuversichtlich, den Herausforderungen einer sich wandelnden Dentalwelt begegnen zu können. Unterstützt wird die mit mehr als 18 000 Mitgliedern (Deutschland: rund 1000) größte Implantologen-Vereinigung weltweit dabei auch weiterhin von der Straumann Group als Hauptpartner, die sich in Bonn – neben weiteren Industriepartnern – ebenfalls präsentierte und am Vortag des Kongresses zu einem exklusiven "Forum Markt und Strategie" eingeladen hatte. Unter anderem erläuterten Marco Gadola, CEO der Straumann Group, und Holger Haderer, Geschäftsführer Straumann Deutschland, vor mehr als 250 Gästen die globale Unternehmensstrategie und die Bedeutung für den deutschen Markt.

Ebenfalls bereits am Kongress-Vortag gaben ITI-Präsident Dr. Stephen Chen sowie Deutschland-Chair Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz vor der Fachpresse Update und Ausblick auf globaler und nationaler Ebene. Die 1980 gegründete Organisation ist inzwischen in mehr als 100 Ländern repräsentiert und umfasst 27 Sektionen. Ziel: die Implantologie weltweit durch Forschung und wissenschaftlich fundierte Fortbildung voranbringen, in die seit 1981 51 Millionen CHF investiert wurden.

Stichwort Fortbildung: Neben dem auf international verbindlich festgelegten Standards basierenden ITI Curriculum, für das die Sektion Deutschland maßgebliche Impulse geliefert hat und das in Deutschland derzeit zum dritten Mal läuft, sind weitere jüngere Fortbidlungstools unter anderem die ITI Online Academy, Webinare sowie die Reihe ITI Kontrovers – ein Online-Symposium, das jeweils ein aktuelles Thema in den Blickpunkt rückt; so am 21. Oktober das Thema „Biotyp – gibt es ihn wirklich?“.

Katrin Ahmerkamp