Endodontologie

Initiator Wilhelm Hakim im Interview mit der DZW.

Endo-Kongress Düsseldorf: "In der Endo hat sich ein Wandel vollzogen"

DZW: Was konnten die Teilnehmer der Endo-Days an Neuigkeiten erwarten?

Wilhelm Hakim: Die Herangehensweisen in der endodontischen Behandlung haben in den vergangenen Jahren einen deutlichen Wandel vollzogen. So gibt es neue Aufbereitungssysteme, die mit innovativen Spülkonzepten zur Desinfektion des Wurzelkanalsystems herangezogen werden. Zur Frage der Wertigkeit von endodontisch behandelten Zähnen in prothetischen Versorgungen haben neue Übersichtsarbeiten klare Hinweise zur jeweiligen Einzelzahnbewertung geliefert.

Gleiches gilt für den Einsatz von Stiftsystemen zum Aufbau stark zerstörter Zähne. Daneben haben Fortschritte in der Technik der Wurzelspitzenresektion dazu geführt, dass bei etwaigen Misserfolgen oder spezifischen Situationen in der endodontischen Behandlung eine schonende und valide Alternativbehandlung zur Verfügung steht. Diese sicherlich unvollständige Auflistung macht deutlich, dass wir beim Endo-Kongress einige spannende Themen und Konzepte vermitteln konnten, die einen großen Einfluss auf den zukünftigen Erfolg endodontischer Therapien in der jeweiligen Praxis haben.

DZW: Warum laufen Ihre Veranstaltungen so erfolgreich? Viele Organisatoren und Gesellschaften müssen ihre Veranstaltungen mangels Interesse kurzfristig absagen; was machen Sie anders als die Konkurrenz?

Hakim: Wir versuchen in unseren Kongressen praxisnahe Themen auf wissenschaftlicher Basis durch ausgewählte, uns meist persönlich bekannte, hoch qualifizierte Referenten zu vermitteln. Auch scheuen wir nicht, neben zum Teil weltbekannten Koryphäen, jüngeren weniger bekannten, aber dennoch hoch talentierten Referenten eine Bühne zur Vermittlung ihrer oftmals neuen und spannenden Konzepte für die Praxis zu geben. Dadurch haben wir uns ein treues, stetig wachsendes Zielpublikum erarbeitet, das diese Art der Wissensvermittlung sehr schätzt.

Dies alles ermöglicht uns, bei der Themenauswahl der Kongresse sowie der Auswahl der einzelnen Referenten auch einmal ausgetretene Pfade zu verlassen, ohne an Attraktivität und Qualität zu verlieren.

DZW: Was planen Sie für Veranstaltungen im kommenden IDS-Jahr, und wie ist die bisherige Resonanz?

Hakim: Die erste größere Veranstaltung ist der „18. IFG Best Day“ am 17. und 18. Februar 2017 in Düsseldorf, für den wir bereits jetzt mehr als 570 Anmeldungen erhalten haben. Dabei handelt es sich um den einzigen Dentalkongress, welcher sich ausschließlich mit Marketing-, Management-, Kommunikations- sowie Führungstechniken in der Zahnmedizin beschäftigt. Durch die vielfältigen Themen, die von 15 Referenten vorgetragen werden, ist dieses Event für Behandler und Mitarbeiter gleichermaßen interessant. Das ausführliche Programm finden Sie unter www.ifg-bestday.de.

Der zweite Kongress beschäftigt sich am 12. und 13. Mai 2017 in Düsseldorf mit dem Thema „Funktion Total 2017“. Die 14 Referenten beschäftigen sich bei diesem Kongress damit, wie in der Praxis Funktionsstörungen erkannt, behandelt und verhindert werden können. Die Details dazu finden Sie unter ifg-kongress.de. Auch für diesen Kongress in sechs Monaten haben wir bereits mehr als 200 Anmeldungen. Das Sommer-Event der Superlative ist der „8. Dental Summer“ in Timmendorfer Strand. Diesmal ist das Angebot an vier Tagen so vielfältig wie nie zuvor: In 42 Kursen werden praxisnahe Themen aus und für die Praxis behandelt. Auch dafür können wir bereits jetzt mehr als 500 Anmeldungen von Tageskarten verbuchen