Anästhesie

Lokalanästhesie: Maximaldosis, Wirkstoff- und Adrenalingehalt ermitteln

Anästhetika
Septodont

Das Unternehmen Septodont bietet als Produkte Septanest mit dem Wirkstoff Articain, Xylonor 2 % Special mit dem Wirkstoff Lidocain und Scandonest 3 % ohne Vasokonstriktor mit dem Wirkstoff Mepivacain an. Neu im Produktportfolio ist das OraVerse mit dem Wirkstoff Phentolamin.

Articain: Der Wirkstoff Articain wird in einer vierprozentigen Lösung angeboten. Das heißt, ein Milliliter Lösung enthält 40 Milligramm Articain. Da eine Zylinderampulle 1,7 Milliliter Lösung enthält, errechnet sich der Wirkstoffgehalt der Zylinderampulle 1,7 mal 40 Milligramm = 68 Milligramm Articain.

Ebenso verfährt man, wenn man den Adrenalingehalt ermitteln will. 1:100.000 heißt, ein Milliliter Lösung enthält 10 Mikrogramm Adrenalin, 1,7 Milliliter somit entsprechend 17 Mikrogramm Adrenalin. Bei 1:200.000 ist es entsprechend die Hälfte, also 8,5 Mikrogramm Adrenalin.

Lidocain: Der Wirkstoff Lidocain wird in einer zweiprozentigen Lösung angeboten. Das heißt, ein Milliliter Lösung enthält 20 Milligramm Lidocain. Da die Zylinderampulle 1,8 Milliliter Lösung enthält, errechnet sich der Wirkstoffgehalt der Zylinderampulle 1,8 mal 20 Milligramm = 36 Milligramm Lidocain.

Ebenso verfährt man, wenn man den Adrenalingehalt ermitteln will. 1:50.000 heißt, ein Milliliter enthält 20 Mikrogramm Adrenalin, 1,8 Milliliter somit entsprechend 36 Mikrogramm Adrenalin.

Serie "Fragen zur Lokalanästhesie"
Kein Verfahren findet häufiger Anwendung in der zahnärztlichen Praxis als die „Betäubung“. Die Lokalanästhesie zur Schmerzausschaltung hat sich längst bewährt und ist das Aushängeschild des Zahnarztes. Doch was zur täglichen Routine wird, birgt auch unerwartete Vorkommnisse und führt häufig zu Fragen, die dann die Hersteller erreichen. Die DZW – Die ZahnarztWoche hat in Zusammenarbeit mit Septodont (deutscher Sitz Niederkassel bei Bonn) daher Antworten auf besonders häufig von Zahnärzten gestellte Fragen für eine kleine Serie aufbereitet. Septodont produziert weltweit jährlich mehr als 500 Millionen Zylinderampullen Lokalanästhetika; die persönliche und kompetente Beratung zu allen Produkten und Fragen ist ein besonders Anliegen.

Teil 1: Lokalanästhesie: Zahnarzt muss über Risiken und Alternativen aufklären
Teil 2: Lokalanästhesie: Maximaldosis, Wirkstoff- und Adrenalingehalt ermitteln
Teil 3: Was Zahnärzte über Wirksamkeit/Toxizität/Halbwertszeit von Anästhetika wissen müssen

Mepivacain: Der Wirkstoff Mepivacain wird in einer dreiprozentigen Lösung angeboten, ohne Vasokonstriktor. Das heißt, ein Milliliter Lösung enthält 30 Milligramm Mepivacain. Da die Zylinderampulle 1,8 Milliliter Lösung enthält, errechnet sich der Wirkstoffgehalt der Zylinderampulle 1,8 mal 30 Milligramm = 54 Milligramm Lidocain.

Phentolamin: Der Wirkstoff Phentolamin blockiert die Alpha-Rezeptoren an den Blutgefäßen und hebt somit die Wirkung des Adrenalins auf. Die Blutgefäße werden weitgestellt, das Lokalanästhetikum kann schneller abfließen. Eine Patrone mit 1,7 Millilitern enthält 400 Mikrogramm Phentolamin.

Berechnung der Maximaldosis von Articain
Laut Fachinformation beträgt die Maximaldosis von Articain sieben Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem 70 Kilogramm schweren Patienten wären dies 7 Milligramm mal 70 Kilogramm geteilt durch Kilogramm = 490 Milligramm. Eine Zylinderampulle enthält 68 Milligramm Articain, das ergibt ca. sieben Zylinderampullen Articain als Maximaldosis für einen Patienten mit 70 Kilogramm Körpergewicht.

Da bei der Berechnung der Maximaldosis auch die Menge des gegebenenfalls verabreichten Oberflächenanästhetikums berücksichtigt werden muss, ist es wichtig, die Wirkstoffmenge pro Sprühstoß (zum Beispiel Xylonor Spray N 15 %) zu kennen. Bei Xylonor Spray N 15 % handelt es sich um eine 15-prozentige Lösung, also enthält ein Gramm Lösung 0,15 Gramm Lidocain. Die gesamte Flasche mit 36 Gramm Inhalt enthält 5,4 Gramm Lidocain. Ein Sprühstoß mit 67 Milligramm Lösung enthält damit 10,05 Milligramm Lidocain.