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Ungesunder Trend erobert Kitas und Schulen

Prof. Dr. Ulrich Schiffner (UKE) warnt vor der Zuckerbombe Quetschie

Ein ungesunder Trend hat Kitas und Schulen erobert: Die sog. Quetschies, Obstbreie für Kinder in kleinen Aluminiumbeuteln, sind momentan überall zu sehen. Oft wird die tägliche Obstration ganz durch das Industrieprodukt Quetschie ersetzt.

Kinder in Schule
Neonbrand

Leider zum Nachteil für die Zahngesundheit unserer Kleinsten. Denn: Die industriell hergestellten Fruchtbreie sind wahre Zuckerbomben.

Dementsprechend nahm Prof. Dr. Ulrich Schiffner von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde am Universitätsklinikum Eppendorf die Jahresmitgliederversammlung der LAJH e.V. (Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg) Anfang November zum Anlass, um vor den Vertretern der Krankenkassen vehement auf den ungesunden Trend in der Kinderernährung hinzuweisen.

„Wie Süßigkeiten auch sollten Quetschies in der Kinderernährung eine Ausnahme sein. Denn durch den hohen Gehalt an Fruchtzucker in den Früchtepürees besteht bei häufigem Konsum ein besonders hohes Kariesrisiko, weil der Obstbrei aus dem Beutel gesaugt wird und für längere Zeit um die Zähne herum liegen bleibt. Zudem wird durch den hohen Säuregehalt der Zahnschmelz der Kinder angegriffen. Deswegen empfehlen wir frisches Obst und Gemüse, auch aufgrund der darin enthaltenen Ballaststoffe: Denn diese fehlen trotz der hohen Kaloriendichte bei Quetschies, es tritt kein Sättigungsgefühl ein. Zudem fördert der Verzehr von Obst- und Gemüsestückchen die Kaumuskulatur des Kindes, Quetschies tun dies gerade nicht. Und eine adä- quat trainierte Kaumuskulatur ist für das Erlernen von Sprache von Bedeutung “, so Prof. Schiffner. 

Der herausgegebene » Infoflyer der LAJH richtet sich an Lehrer, Betreuer in den Kitas sowie Eltern und wird » hier zum Download angeboten.

Über die LAJH
Seit ihrer Gründung im Oktober 1979 arbeitet die LAJH e.V. an der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen in Kindergärten und Schulen. Sie wird getragen von den Verbänden der Hamburger Krankenkassen und Zahnärzten sowie der Stadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV).