dzw+
Login
Profil
Anzeige
Intelligente Aufbiss-Schiene erleichtert Knirschern das Leben

Eine Schiene, die „zurückknirscht“ und nächtlichen Bruxismus unterbricht: Das ist vereinfacht dargestellt die Erfindung von Bianca Berk. Die eigene Leidensgeschichte mit Schlafmangel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Tinnitus hat die Jung-Unternehmerin vor sieben Jahren veranlasst, gemeinsam mit erfahrenen Zahnmedizinern, Zahntechnikern und Medizintechnikern eine Schiene zu entwickeln, die „anders als herkömmliche statische Knirscherschienen ist“.

Auf Einladung von EU-Unternehmensbotschafterin Dr. Karin Uphoff, Mit-Initiatorin und Laborpartnerin Jutta Wojcicki (Zahntechnik Katnawatos), der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der PVS dental berichtete die Unternehmerin in Mainz von ihrem Werdegang. Das Besondere ihrer Schiene: Sie vibriert, wenn Betroffene nachts knirschen. Das führt dazu, dass das Knirschen unterbrochen wird und die Kiefergelenkmuskulatur sich entspannen kann.

 

 

Im lauschigen Innenhof des Battenheimer Hofes begrüßten Labor-Partnerin Jutta Wojcicki (rechts) und BruXane-Unternehmensgründerin Bianca Berk (links) die Gäste mit Anette Fischer vom Strategie-Partner PVS dental (Mitte).

Im lauschigen Innenhof des Battenheimer Hofes begrüßten Labor-Partnerin Jutta Wojcicki (rechts) und BruXane-Unternehmensgründerin Bianca Berk (links) die Gäste mit Anette Fischer vom Strategie-Partner PVS dental (Mitte).

Berks Augenmerk lag an dem Netzwerkabend auf der Vorstellung ihres neuen Produkts BruXane 2go. Das Einsteigermodell in „One-size-fits-all-Größe“ bietet Knirschern eine schnelle Schmerzlinderung und die Möglichkeit, etwa zwei Monate lang die Wirkungsweise der Schiene zu testen, bevor sie sich für eine individuelle Fertigung entscheiden. Die individuelle Schiene BruXane personal wird passgenau durch den Zahnarzt und das Dentallabor angefertigt. Die Weiterentwicklung der Schiene, an der auch Zahntechnik Katnawatos beteiligt ist, sieht eine ausgefeilte Technik vor, mit der Knirschereignisse aufgezeichnet und ausgewertet werden können, wie ZT Dariusz Wojcicki berichtete.

Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass BruXane ein interessantes Produkt ist, nicht nur für Zahnärzte, sondern auch für andere Heilberufler, denen der ganzheitliche Ansatz besonders wichtig ist.

Von Geldanlagen bis Mutterschutzgesetz

Neben Jutta und Dariusz Wojcicki gaben auch die anderen Netzwerk-Expert(inn)en wertvolle Tipps und Informationen für die Zahnärztinnen:

• Petra Knödler von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank informierte darüber, dass es gerade in Niedrigzinsphasen für Zahnärztinnen interessant sein könnte, Vermögen anzulegen. Wann sich eine Geldanlage lohnt, welche Verhaltenspräferenzen Frauen diesbezüglich haben und welche Möglichkeiten es konkret gibt, wird 2018 Thema eines Netzwerkabends sein.

• Anette Fischer vom Abrechnungsspezialisten PVS dental wies darauf hin: zahnmedizinische und kieferorthopädische Leistungen werden immer auch unter dem ganzheitlichen Aspekt betrachtet. Diverse Versorgungsmöglichkeiten sind den Patienten gegenüber transparent zu kommunizieren, auch bezüglich der Kosten. Teilzahlungsmodelle, wie sie die PVS dental ihren Zahnarztpraxen für die Patienten anbietet, erleichtern nach ihrer Erfahrung oft den Schritt zu einer hochwertigen Privatleistung.

• Die auf Medizinrecht spezialisierte Rechtsanwältin Katri Helena Lyck (Lyck+Pätzold.healthcare.recht) berichtete über das Mutterschutzgesetz, das angestellten Zahnärztinnen eine Beschäftigung am Stuhl verbietet, sobald eine Schwangerschaft gegenüber dem Arbeitgeber kommuniziert worden ist. Relevant ist darüber hinaus die Zeit nach der Geburt. Stillende angestellte Zahnärztinnen sind ebenso vom Beschäftigungsverbot betroffen. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Dentista e.V. erarbeitet die Kanzlei eine Ratgeber-Broschüre zum Beschäftigungsverbot in der Stillzeit (Still-BV), um angestellten Zahnärztinnen und ihren Arbeitgebern die Grenzen einer Weiterbeschäftigung und die Gestaltungsmöglichkeiten des Anstellungsverhältnisses aufzuzeigen.

• Zum Thema Steuern und Buchführung wies die auf Heilberufe spezialisierte Steuerberaterin Dominique-Chantal Pontani darauf hin, dass für die Kassenführung seit 1. Januar auch in Zahnarztpraxen schärfere Anforderungen gelten. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Doch viele Zahnarztpraxen, die ihren Gewinn mithilfe einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln, müssen nicht zwingend ein „echtes“ Kassenbuch führen. Pontani empfiehlt ein Gespräch mit dem Steuerberater/der Steuerberaterin, um herauszufinden, ob vereinfachte Aufzeichnungen in Form eines Kassenberichts möglich und sinnvoll sind.

Der nächste Netzwerkabend in Mainz/Wiesbaden findet statt am 31. Januar in Wiesbaden. Impulsgeberin ist die Persönlichkeitsanalytikerin und Beraterin für Praxisstrategie Andrea Stix (Camlog). Sie gibt Anregungen und Beispiele, wie Praxen „mit individuellem Profil Patienten binden und begeistern“. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter www.ladies-dental-talk.de. Teilnehmerinnen erhalten vier Fortbildungspunkte.