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„Tragfähige Finanzierung und mehr Tempo bei strukturellen Veränderungen dringend nötig“

Jahresauftakt der ApoBank: Austausch zu Themen der Versorgung


Mehr als 400 Gäste aus dem Gesundheitswesen und der Gesundheitspolitik folgten der Einladung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (ApoBank) in die Düsseldorfer Kunstsammlung K 21. Der traditionelle Gesundheitspolitische Jahresauftakt der ApoBank ist ein fester Termin im Kalender der Spitzenvertreter der Standesorganisationen, der ambulanten und stationären Versorgung, der Gesundheitspolitik genauso wie der Gesundheitswirtschaft. Er bietet ein Forum für den Austausch zu Themen rund um die Gesundheitsversorgung.

„Die dringende Notwendigkeit zu Gesprächen und vor allem an pragmatischen Lösungen im Sinne einer qualitativen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung scheint größer denn je zu sein“, sagt Matthias Schellenberg, Vorstandsvorsitzender der ApoBank.

„Das signalisieren die Protestaktionen der Heilberuflerinnen und Heilberufler sehr deutlich. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen erschweren die aktuellen Rahmenbedingungen zunehmend ihre Arbeit. Doch angesichts der demografischen Entwicklung und der alternden Gesellschaft wird ihre Zeit immer kostbarer, damit dürfen wir als Gesellschaft nicht so verschwenderisch umgehen.“

Tragfähige Finanzierung und mehr Tempo bei strukturellen Veränderungen seien jetzt vordringlich, betonte der Chef der Standesbank der Heilberufler bei seiner Begrüßungsrede.

Gästestimmen zur Lage des Gesundheitswesens


Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung wird immer herausfordernder: Die Bürokratie nimmt weiter zu, die Digitalisierung läuft nicht rund und der Fachkräftemangel bleibt auf absehbare Zeit bestehen.

„Deshalb müssen wir die Ärztinnen und Ärzte entlasten, wo immer es nur geht“, sagt Dr. Susanne Johna, Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer sowie 1. Vorsitzende des Marburger Bundes. „Bürokratieabbau darf nicht mehr nur ein Schlagwort sein, und die Telemedizin in der Notfallversorgung ist sicher ein sinnvoller Schritt sowie auch, andere Berufe besser in die Versorgung zu integrieren.“

Die bürokratischen Lasten und die Sanktionspolitik bei der Digitalisierung beklagt auch Martin Hendges, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Die Sanktionspolitik bei Digitalisierungsprozessen sei der falsche Weg, und seine Sorge wächst, „dass sich die jungen Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner nicht mehr für die eigene Praxis entscheiden, weil die Rahmenbedingungen immer schlechter werden“.

Für die Apothekerschaft ist vor allem der Plan der „Pseudoapotheke“ untragbar, „wir brauchen die gleiche Arzneimittelversorgung auch in ländlichen Gebieten“, sagt Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Apothekerkammern: „Wo Apotheke draufsteht, muss auch Apotheke drin sein.“

Ein Beispiel, wie gute Gesundheitspolitik funktionieren kann, lieferte Staatssekretär Matthias Heidmeier, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Für ihn zeigt die NRW-Krankenhausreform, wie man „gemeinsam mit den Partnern im Gesundheitswesen, mit Ärztinnen und Ärzten, mit Pflegekräften, mit Kassen und mit Krankenhausträgern eine gute Reform hinbekommen kann“.

Bis Ende 2024 soll die NRW-Krankenhausplanung abgeschlossen sein: „Sie wird das Gesundheitssystem in NRW positiv verändern und ich wünsche mir, dass davon eine Signalwirkung für andere Bereiche im Gesundheitswesen ausgeht.“

Titelbild: ApoBank

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