Anzeige

Auf dem Stundenplan steht jetzt auch Zahngesundheit 575 Zahnärzte unterrichten Grundschüler in Rheinland-Pfalz

Schülerin mit Apfel

Zwei Stunden Unterricht pro Schuljahr und Klasse stehen auf dem Stundenplan der Grundschüler, heißt es in der Presseinformation der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege (LAGZ) Rheinland-Pfalz. Wie putze ich die Zähne richtig? Welche Lebensmittel tun den Zähnen gut? Und welche schaden ihnen? Altersgerecht und spielerisch erklärt der Zahnarzt den Schülern, worauf es bei der richtigen Zahnpflege ankommt und wie sie ihre Zähne gesund erhalten.

Ergänzt wird der Prophylaxeunterricht in den ersten Klassen durch eine zahnärztliche Untersuchung in der Schule. In den zweiten bis vierten Klassen werden die Kinder zur Untersuchung an den Hauszahnarzt verwiesen.

Früh an die richtige Zahnpflege heranführen

„Je früher die Kinder an die richtige Zahnpflege und eine gesunde Lebensweise herangeführt werden, desto besser stehen die Chancen, dass sie auch als Erwachsene auf ihre Zähne achten. Und an welchem Ort lässt es sich besser lernen als in der Schule?“, sagt Sanitätsrat Dr. Helmut Stein, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege (LAGZ) Rheinland-Pfalz.

Gemeinsam mit 23 regionalen Arbeitsgemeinschaften Jugendzahnpflege organisiert die LAGZ die zahnmedizinischen Vorsorgeprogramme in Krabbelgruppen, Kindertagesstätten und Schulenflächendeckend und aus einer Hand. Gemeinsam mit Eltern, Hebammen, Erziehern und Lehrern vermitteln die Zahnärzte dem Nachwuchs dabei nicht nur wichtiges Wissen. „Wir motivieren Kinder von klein auf zur Zahnpflege und stärken sie in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortung“, erklärt Stein. Neben den 575 Schulzahnärzten sind 877 Patenzahnärzte in Kindertagesstätten sowie 29 Referentinnen in Krabbelgruppen für die Jugendzahnpflege im Einsatz.

Prävention wirkt: Zwei Drittel der Erstklässler sind kariesfrei

Dass sich die Aufklärungsarbeit der Jugendzahnpflege auszahlt, zeigen Untersuchungen: Nahezu zwei Drittel der Erstklässler (63 Prozent) haben heute ein naturgesundes Gebiss. Zum Vergleich: Vor zwanzig Jahren hatte lediglich ein gutes Drittel der Abc-Schützen kariesfreie Zähne (37 Prozent). Im selben Zeitraum hat sich zudem die Anzahl der Kinder mit behandlungsbedürftigen Zähnen mehr als halbiert (von 51 auf 24 Prozent). Bei den Zwölfjährigen sind mittlerweile sogar 81 Prozent kariesfrei. Hier hat sich die Zahl der kariesfreien Gebisse seit 1997 verdoppelt.