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Ganz sicher immer auf dem neusten Stand

Eine Beispielgestaltung für eine virtuelle Messepräsenz auf der ADSI online.
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Eine Beispielgestaltung für eine virtuelle Messepräsenz auf der ADSI online.

Ganz sicher immer auf dem neusten Stand – Kein Ersatz, sondern digitale Ergänzung mit Mehrwert: Das ist der Anspruch, den die Macher der „Alternativen Dental-Show International Online“ (ADSI) mit ihrem Format erfüllen wollen.

In Deutschlands Zahnarztpraxen wurden die – bereits ohnehin hohen – Hygienestandards in Corona-Zeiten weiter gesteigert, teilweise wechseln sich zwei Behandler-Teams ab, um die Praxis im Fall der Corona-Infektion eines Praxismitarbeiters weiter betreiben zu können. Patienten dürfen die Praxisräume nur noch zu den exakt vereinbarten Zeiten betreten.

Gleichzeitig sind Präsenzveranstaltungen in etablierten Fort- und Weiterbildungsformaten nur noch unter strengen Regeln zu realisieren. Parallel sagen Veranstalter von Kongressen und Messen reihenweise Termine ab, und Aussteller ihre Teilnahme. Noch gehen die Veranstalter des internationalen Messe-Flaggschiffs – der Internationalen Dental-Schau (IDS) in Köln – weiter davon aus, dass die weltgrößte dentale Fachmesse im März irgendwie stattfinden könne. Mehr als 1.000 Aussteller seien bereits registriert.

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Alternativen ausloten – und umsetzen

Aber will man selbst aktuell eine Messehalle besuchen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Köln schicken? Diese Frage stellten sich die Macher der „Alternativen Dental-Show International Online“ (ADSI) mit ihrer Online-Präsenz www.adsi-online.de. „Wahrscheinlich ist es tatsächlich – mit gewissen Einschränkungen – möglich, eine vernünftige Messe zu organisieren. Es geht aber nicht darum, ob eine Messe möglich ist, oder für wie viele Besucher das starke Informationsinteresse von den Ausstellern realistisch befriedigt werden kann. Es geht darum, Alternativen auszuloten und klassische Messen um digitale Angebote zu ergänzen“, so die Auffassung von Prof. Dr. Michael Noack, einem der ADSI-Macher. Denn wenn die Corona-Krise eines bewirkt habe, dann sei es die Bereitschaft von Veranstaltern, neue Formate auszuprobieren, und die Bereitschaft von Teilnehmern, sich auf Neues und bis dato eher Ungewohntes einzulassen.

„The show must go on“ – das sei überhaupt keine Frage, aber eben auch online. Auch die dzw vertrat in ihrer Ausgabe 36/2020 die Auffassung, dass eine IDS wichtig ist – egal, ob wie sie geplant im März oder zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet – Online-Angebote könnten in jedem Fall eine wertvolle Ergänzung sein. „Dass digitale Formate prinzipiell funktionierten und angenommen würden, hätten Online-Vorlesungen, virtuelle Fachkongresse und Symposien bereits eindrucksvoll bewiesen“, so Dr. med. dent. Andreas Bachmann, im ADSI verantwortlich für Kommunikation. Aber funktioniere das auch für Fachmessen wie die (sämtlich abgesagten) Fachdentals 2020 oder die kommende IDS 2021? Ja, das geht, sagen Prof. Dr. Michael Noack, Martin Hecht als Veranstalter und Dr. med. dent. Andreas Bachmann, denn schließlich machten es andere Branchen schon seit Jahren erfolgreich vor.

 

Video-Screens, Sitzgelegenheiten und sogar der Katalog auf dem Tisch stehen zeichenhaft für vielfältig nutzbare digitale Funktionen – auf einer Fläche von bis zu 240 Quadratmetern.
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Video-Screens, Sitzgelegenheiten und sogar der Katalog auf dem Tisch stehen zeichenhaft für vielfältig nutzbare digitale Funktionen – auf einer Fläche von bis zu 240 Quadratmetern.

 

Mit minimalem Aufwand zu relevanten Informationen

So sei in den vergangenen Wochen das Konzept für eine virtuelle Fachmesse entstanden, es seien strategische Partner gewonnen worden – darunter die dzw als Medienpartner, die regelmäßig über den Projektverlauf berichten wird. "Allerdings ist unsere Online-Messe weder ein Ersatz zum Beispiel für die Branchenleitmesse IDS noch eine kompromissreiche Alternative zu stornierten Präsenz-Messen“. Eigentlich beschreibe der Begriff „Messe“ für die geplante Online-Ergänzung das Konzept nur unzureichend, so Noack, denn es gehe vielmehr darum, Praxisbetreibern und ihren Teams sowie Laborbetreibern und Zahntechnikern eine Möglichkeit zu bieten, mit minimalem Aufwand an relevante Informationen zu kommen – nach dem Motto „Ganz sicher immer auf dem neusten Stand“.

Wertvoll, aber auch kritisch

Und das funktioniere am besten „zeitgemäß und besucherorientiert, also fokussiert auf Praxis- sowie Laborteams – und das Ganze in einem unterhaltsamen Stil“, so Noack weiter. Er sieht hier eine Chance, ab jetzt einen neuen Standard zu etablieren. „Wir wollen den Besuchern ein Erlebnis bieten, das auf ihre Erwartungen zugeschnitten ist. Wertvoll, aber auch kritisch – und wir wollen vor allem mehr als bunte Bilder und tolle Versprechen bieten. Die Dentalbranche ist hochinnovativ, und deshalb braucht es keine Schaumschlägerei.“ Möglicherweise könne ein intelligenter Online-Katalog an Innovationen dazu führen, dass viele Interessenten schließlich doch animiert würden, zum Beispiel die IDS zu besuchen. Andere drückten einfach auf einen Button und bestellten sich online Muster oder gar einen Besuch der Außendienstmitarbeiter in die Praxis – bequemer könne es gar nicht sein.

Den Machern der Alternativen Dental-Show International Online geht es also keineswegs darum, zum Beispiel die IDS zu ersetzen. „Wir bieten eine Ergänzung, aber keinen Ersatz oder auch Konkurrenz“, so Dr. med. dent. Andreas Bachmann. „Wir bieten eine Ergänzung, aber keinen Ersatz oder auch Konkurrenz für die IDS“, so Dr. med. dent. Andreas Bachmann. Er ist im ADSI-Veranstalterteam neben der Kommunikation für Presse- und Industriekontakte zuständig. Jedem Aussteller, der in Köln antritt, wird darüber hinaus angeboten, auf der der ADSI-Online über seine Aktivitäten am Messestand in Köln zu informieren – „selbst WebCam und Live-Schalte sind möglich. Wir möchten den Besuchern einen grenzenlosen und barrierefreien Zugang zu den gewünschten Informationen bieten.“

Das Online-Interesse der Industrie sei riesig, so Bachmann. In Sondierungsgesprächen habe man 25 Industrieunternehmen das Konzept vorgestellt und die gesammelten Anregungen, Wünsche, Lob und Tadel eingeholt und in das Lastenheft eingearbeitet. Die Veranstalter der IDS hätten ihn zwar noch nicht angerufen, so Bachmann, aber selbstverständlich könne man gemeinsam über Kooperationen nachdenken.

Drei zentrale Herausforderungen

Für potenzielle Aussteller seien, so Bachmann, drei Punkte wichtig:

  1. Die Technik muss absolut narrensicher und stabil sein. Deshalb werde als technische Basis ein Produkt genutzt, das sich bereits in anderen Branchen bewährt habe. Zusätzlich werde man Mitte November zunächst ein Pilotprojekt umsetzen – eine „Online-Fachdental“ für das Praxisteam. Partner an Bord sei Minilu.
  2. Gäste einer Online-Veranstaltung sollen ein haptisches Erlebnis haben. Dieser Wunsch lasse sich für viele Produktgruppen realisieren – insbesondere bei Verbrauchsmaterialien, Füllungsmaterialien etc.
  3. Besucher und Aussteller sollen in einen Dialog treten können – auf vielfältige Art und Weise. Hier biete die technische Plattform die Möglichkeit, einen Live-Termin, etwa über ZOOM, zu buchen, man könne beim Standbesuch ein Live-Gespräch führen, einen Text-Chat wählen, Messeangebote einholen oder einen Praxis- oder Laborbesuch anfordern.

Online-Besuchern biete sich so die Chance, ohne Wartezeit in der Schlange einen Kontakt zum gewünschten Ansprechpartner aus Industrie oder Handel zu erhalten. Umgekehrt wüssten die Aussteller jederzeit genau, welches Bedürfnis die Standbesucher haben. Besser kann man keine Kontakte aufbauen, die für alle Seiten zufrieden sind. Wie sinnvoll ist es, wissenschaftliche Vorträge und Produktpräsentation räöumlich und zeitlich zu trennen? Eigentlich gehörten Innovationen und ein Online-Fortbildungsblock zusammen, sind sich die Veranstalter der ADSI sicher.

Das wissenschaftliche Begleitprogramm – auch zu den vorgestellten Innovationen – verantwortet Prof. Dr. Michael Noack. Hier greife man als technische Basis auf ein Tool zurück, das sich bereits in anderen Branchen bewährt habe. Wer Noack kennt, weiß, dass die vortragenden Experten sich schon darauf freuen können, mit launigen Fragen gequält zu werden, die mit Ironie und Witz den Finger zielsicher in jede Wissenslücke legen.

Weitere Informationen unter www.adsi-online.de