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„Der gesamte Ablauf und die Anordnung an der Einheit sind optimal“
Fatos, Julia und Semire (von links) – die Torte hatte Stefanie Höhne zur Einweihung der GBT-Lounges anfertigen lassen.

Fatos, Julia und Semire (von links) – die Torte hatte Stefanie Höhne zur Einweihung der GBT-Lounges anfertigen lassen.

ZMP Semire hat 2002 ihre Ausbildung in der Praxis begonnen, die später von Dr. Arndt Christian Höhne (Neunkirchen/Saar) übernommen wurde. ZMP Fatos kam 2019 dazu, und gemeinsam mit ihrer dritten Kollegin Julia arbeiten sie seit 2021 mit der Guided Biofilm Therapy (GBT) von E.M.S. Electro Medical Systems S.A. (deutsche Niederlassung in München; EMS)

Die drei gehören, was die GBT-Einheiten angeht, zu den „Pionieren“: Ihre neuen GBT-Einheiten sind die Nummern 5 und 6 auf dem deutschen Markt. Anfängliche Bedenken, wie die männlichen Patienten auf die Farbe reagieren, waren schnell erledigt – auch von ihnen gab es durchweg positive Rückmeldungen. Im Gespräch mit dzw-Chefredakteur Marc Oliver Pick und Redakteurin Birgit Strunk berichten sie, welche Vorteile GBT für ihre Arbeit hat, aber auch, wie die Patienten die „neue PZR“ aufnehmen.

Sie beide arbeiten seit vorigem Jahr mit der GBT von EMS. Wie war die Umstellung?
Fatos: Ich fand diese Zeit sehr positiv. Die Handhabung der Gerätschaften ist viel bequemer und das Behandlungsergebnis ist wesentlich gründlicher.
Semire: Bisher waren wir auf unsere geschulten Augen und auf unser Gefühl angewiesen. Das Anfärben lässt uns jetzt noch gezielter, gewebeschonender und gründlicher vorgehen.

Wie verlief denn die Erstschulung?
Semire: Das GBT Praxistraining war eine Tagesveranstaltung, bei der wir zuerst die Theorie angegangen sind. Anschließend haben wir dann am Stuhl das Vorgehen eingeübt, indem wir uns gegenseitig behandelt haben – natürlich unter Supervision der GBT-Trainerin. Sie kam noch einmal zur Nachschulung vorbei und steht uns auch weiterhin zur Seite, falls wir Unterstützung brauchen.

Warum erfolgt noch eine Nachschulung?
Fatos: Die Nachschulung fand bei uns nach drei Monaten statt. Sie gibt uns die Sicherheit, dass wir alles so anwenden, wie wir es in der Erstschulung gelernt haben, und sich keine Abweichungen eingeschlichen haben.

Wie steigen Sie in die GBT-Behandlung ein, und wie sehen die einzelnen Stationen aus?
Semire: Nachdem der Patient im Stuhl Platz genommen hat, wird zuerst der Mund mit BacterX Pro gespült, um den Patienten und uns gegen Infektionen zu schützen. Dann erklären wir  den Verlauf der Behandlung, damit er weiß, was „auf ihn zukommt“. Nach der Befunderhebung, Diagnose und Dokumentation für den klinischen Fortschritt des Patientenfärben wir die Zähne an und zeigen ihm Schwachstellen  seines Zähneputzens. Darauf folgt eine ausführliche Aufklärung und Motivation. Wir weisen auch darauf hin, dass das Anfärben zu unserer Qualitätskontrolle gehört – das kommt bei unseren Patienten sehr gut an.

Übung macht den Meister – dafür gibt es in der Praxis Dr. Höhne einen Phantomkopf und roten Nagellack.

Übung macht den Meister – dafür gibt es in der Praxis Dr. Höhne einen Phantomkopf und roten Nagellack.

Wir starten mit dem Airflow, um Beläge und jungen Zahnstein zu entfernen, und setzen dann den Piezon ein. Das Gerät erkennt den Widerstand des vorhandenen Zahnsteins und regelt dann selbst die entsprechend erforderliche Leistung. Dann gehen wir mit dem Airflow noch einmal über alle Zähne – eine Politur entfällt ja. Zum Abschluss folgt noch eine Zungenreinigung.

Gehört die Zungenreinigung zum GBT-Protokoll?
Fatos: Die Zungenreinigung ist kein verpflichtender Teil des GBT-Protokolls, wurde uns aber von der Trainerin angeraten. Wir führen die Zungenreinigung immer durch, weil sie einfach enorm wichtig ist und von vielen Patienten zu Hause nicht oder nicht regelmäßig durchgeführt wird. Zudem befindet sich häufig Biofilm auf der Zunge, Ursache für Halitosis, also Mundgeruch.

Ist die Behandlung nach GBT zeitaufwendiger?
Fatos: Eindeutig nein, die Schritte sind vollkommen logisch aufeinander aufgebaut. Außerdem entfallen Schritte wie die Politur, und die Patienten müssen deutlich weniger umspülen. Also ganz im Gegenteil, wir haben jetzt sogar mehr Zeit für die Mundhygieneaufklärung.

Apropos Politur – bisher waren die Patienten es ja gewohnt, dass die Politur die Behandlung abschließt. Vermissen die Patienten diesen vormals letzten Schritt?
Semire: Nein, gar nicht. Die meisten unserer Patienten befinden sich bei uns im Recall. Daher wird die Politur bei der ersten GBT-Behandlung noch erwartet. Ich frage dann, ob sie einen Unterschied fühlen. Das wird auch nach dem „Zungentest“ durchweg verneint. Die Zähne fühlen sich genau so glatt und sauber an wie nach einer Politur. Unsere Patienten vermissen nichts.

Eine der beiden GBT-Lounges aus der Praxis Dr. Höhne

Eine der beiden GBT-Lounges aus der Praxis Dr. Höhne

Was sind für Sie die größten Vorteile der GBT-Behandlung?
Semire: Das Anfärben ist ein immenser Vorteil und erleichtert eine gründliche Behandlung. Man kann wie am Stück alles abtragen, da die unterschiedlichen Stadien (Beläge, junger und älterer Zahnstein) in verschiedenen Farben angezeigt werden.
Wenn die Patienten die Färbung sehen, haben viele ein Aha-Erlebnis. Ich höre dann oft: „Ich war der Meinung, ich würde meine Zähne gut reinigen.“ Viele wundern sich auch, dass selbst die Stellen, an denen sie sich besonders bemühen, nicht restlos sauber sind. Das habe ich in allen Altersgruppen. Das Anfärben erleichtert damit nicht nur unsere Arbeit, sondern beweist auch dem Patienten, dass er seine Mundhygiene noch verbessern kann. Allerdings war das Anfärben für uns zunächst eine kleine Hürde: Wir hatten Bedenken, dass unseren Patienten die Demonstration ihrer „Schwachstellen“ nicht gefallen könnte. Aber das hat sich nicht bestätigt, eher das Gegenteil ist der Fall.
Ein weiterer Vorteil sind die leichten Geräte – was bei einem Acht-Stunden-Tag in der Prophylaxe wesentlich angenehmer ist.

Fatos: Mir gefällt außerdem, dass ich dank des minimalinvasiven Plus-Pulvers mit GBT auch subgingival arbeiten  kann, ohne die Zähne oder die Gingiva zu schädigen, und dass der Airflow in die Einheit integriert ist und nicht noch ein Rollcart neben uns steht.

Gibt es bei der GBT etwas, was Sie gerne ändern würden?
Semire: Nein, der gesamte Ablauf und die Anordnung an der Einheit sind optimal.

Wie ist denn das Patienten-Feedback zur GBT-Behandlung?
Fatos:Die Abfrage des Patienten Feedbacks ist Teil des GBT Protokolls und das Feedback ist bei uns durchwegs positiv. Selbst Patienten mit Parodontitis und tiefen Taschen empfinden die GBT-Behandlung als  wesentlich angenehmer als die frühere PZR. Dabei spielen auch das vorgewärmte Wasser und die bequemen Stühle eine Rolle.

Gespräch in angenehmer Atmosphäre: fan-Redakteurin Birgit Strunk, Fatos und Semire (von links)

Gespräch in angenehmer Atmosphäre: fan-Redakteurin Birgit Strunk, Fatos und Semire (von links)

Nach welchen Kriterien vergeben Sie die Termine?
Semire:

Die Terminvergabe erfolgt bei uns im Behandlungszimmer. Das heißt, wir entscheiden direkt über das Intervall und die Dauer, die zwischen 30 bis 120 Minuten beträgt. Sie ist abhängig von Karies, PAR-Status, der Risikoeinschätzung und der Recall Frequenz. Das sichert uns  dann auch das Erfolgserlebnis, dass wir unseren Patienten zu mehr Gesundheit verhelfen können. Wir vergeben die Termine so, dass wir gut und ohne Zeitdruck behandeln können.
Wenn ich zum Beispiel nach Entfernung des Zahnsteins eine tiefe Tasche finde,
bin ich bevollmächtigt, auch tätig zu werden. So setzen wir in unserer Praxis bei Bedarf auch einen PerioChip ein oder behandeln mit dem Softlaser – natürlich ausschließlich zur Dekontamination Wir bauen in unsere Termine einen Zeitpuffer ein, damit wir die Behandlung nicht unterbrechen und auf einen späteren Termin verlegen müssen. Das kommt bei unseren Patienten sehr gut an. In den vergangenen zwei, drei Jahren haben wir mit der Softlaserbehandlung und dem PerioChip sehr gute Erfolge erzielt

Das GBT-Pulver gibt es ja in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Welche Sorte wird denn von den Patienten bevorzugt?
Semire: Während einer GBT-Behandlung lässt sich der Biofilm in fast allen Fällen mit Airflow-Plus-Pulver entfernen. Das ist effektiv und zugleich minimalinvasiv für Zahnsubstanzen und Weichgebewebe. Nur das Classic-Comfort-Pulver gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber das verwenden wir ausschließlich bei sehr hartnäckigen Verfärbungen und nur ganz gezielt und nur auf gesundem und intaktem Schmelz oberhalb der Schmelzzementgrenze.
Fatos: Patienten und vor allem Kinder mögen das auf Erythritol basierende Plus-Pulver. Es kann sowohl für die supra- als auch die subgingivale Indikation verwendet werden.

Können auch Jugendliche und Kinder per GBT behandelt werden?
Semire: Mein jüngster Patient, den ich mit GBT behandele, ist sechs Jahre alt. Das läuft ohne Probleme. Natürlich loben wir die Kinder auch immer dafür, dass sie gut mitgemacht haben. Und hinterher darf sich jedes Kind eine Belohnung aus dem Geschenkeautomat ziehen.

Abschließend gefragt: Ihnen macht die Arbeit mit GBT Spaß?
Semire und Fatos: Auf jeden Fall!

Semire in der Team Lounge – Wohlfühlatmosphäre auch für die Mitarbeiter

Semire in der Team Lounge – Wohlfühlatmosphäre auch für die Mitarbeiter


Stefanie Höhne:

                      „Wir möchten gern den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten spannend, abwechslungsreich und innovativ gestalten! Der Beruf ist so anspruchsvoll und verdient mehr Aufmerksamkeit! Wir wollen, dass unsere MitarbeiterInnen ihre Chancen erkennen und mit Leidenschaft ihren Beruf ausüben!“