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Laborportrait

Scan-Impulse,-Service und Support

Stroh+Scheuerpflug

Seit mehr als 10 Jahren verfolgen ZTM Thomas Schmidt und ZTM Florian Schmidt die Strategie der CAD/CAM-Inhouse Fertigung.

Stroh + Scheuerpflug – der Name steht seit mehr als sechs Jahrzehnten für zuverlässige und innovative Zahntechnik aus dem Frankenland, genauer gesagt aus dem bayerischen Ansbach. Seit über 30 Jahren befindet sich das Labor in Besitz der Familie Schmidt. Heute führt ZTM Thomas Schmidt zusammen mit seinem Sohn ZTM Florian Schmidt das Unternehmen. Gemeinsam setzten sie jetzt den nächsten Meilenstein für das seit langem digital ausgerichtete Dentallabor: Der Neubau eines Unternehmensstandortes mit Raum und Platz für 65 Mitarbeiter in einem angenehmen Arbeitsumfeld, der Abbildung des digitalen Workflows sowie Schulungsräume in stylisher Atmosphäre. Im Interview mit Claudia Gabbert (Nordquadrat PR + Marketing) berichten die beiden Geschäftsführer über ihr Laborkonzept „Scan-Impulse“.

Generation Scannen, das ist die Überschrift für junge, engagierte Zahntechniker wie Sie! Erläutern Sie uns bitte Ihr Laborkonzept „Scan-Impulse“!
F. S.: Mit uns können Zahnärzte scannen. Mit der Einbindung des Intraoralscanners in unsere komplette digitale Prozesskette im Labor bauen wir seit über zehn Jahren die Zusammenarbeit mit Partnerpraxen aus. Mit unserer Serviceleistung haben Zahnärzte die Chance, die Scansysteme in Ruhe auszutesten und die Vorteile direkt live zu erfahren. Und damit unsere Kunden eine gute Auswahl haben, haben wir unser Portfolio von Intraoralscannern ausgeweitet und zeigen dabei mehrere Varianten. Zum einen sind wir gern vor Ort in den Zahnarztpraxen und demonstrieren die Intraoralscanner, weiterhin haben wir ein Intensiv-Fortbildungsangebot speziell für das Intraoralscannen und angrenzenden Themen bei uns eingerichtet.

Stroh+Scheuerpflug

Im hochmodernen Schulungsraum finden ab 2021 Präsenzveranstaltungen zum digitalen Workflow in der Zahnarztpraxis statt.

Wie gestalten Sie die Fortbildungen?
F. S.: Um gerade auch Zahnärzten, die weiter von uns entfernt sind, die Thematik näher zu bringen, haben wir ein umfangreiches Angebot an Online-Webinaren ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Zahnarzt Dr. Ingo Baresel (Präsident der Deutschen Gesellschaft für digitale orale Abformung (DGDO)) zeigen wir die digitale Abformung in einer 90 Minuten-Schulung. Präsenzveranstaltungen in unserem neuen Schulungsraum finden ab 2021 statt, natürlich unter den vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen. Klar liegt der Fokus auch hier auf dem Intraoralscannen, dem digitalen Workflow, der einfachen Einbindung in den Praxisalltag und den Nutzen, den Zahnärzte daraus ziehen. 

Sie sprachen gerade über den Nutzen der digitalen Abformung in der Zahnarztpraxis. Welche sind das aus Sicht des Zahnarztes?
F. S.: Wir empfehlen die Einbindung des Scannens in das Praxiskonzept. Damit können von Anfang an neben der digitalen Abformung auch Analysen vom Zahnmediziner durchgeführt werden, sei es von der Bisssituation oder dem Kariesbefall. Präparationsgrenzen lassen sich gegenüber dem konventionellen Abdruck sehr gut darstellen und festlegen. Die Präparation und das Einsetzen der Versorgung ist innerhalb von zwei Tagen möglich, machbar ist das wegen der extrem kurzen Produktionszeit. Durch das modellfreie Arbeiten ist die digitale und vor allem dauerhafte Archivierung der Scans möglich. Die Patienten sind sehr interessiert an der Technologie und freuen sich, wenn die konventionelle Abformung wegfällt. Vorteile gegenüber der konventionellen Abdrucknahme wie Wegfall des Würgereizes, kein minutenlanges Warten auf die Abformung und sofortige Nachvollziehbarkeit am PC begeistern die Patienten. Durch die Optimierung des Workflows in der Praxis, entsteht für Zahnärzte die angenehme Situation, dass z.B. Teleskoparbeiten in nur 2 Sitzungen hergestellt werden können. Wir zeigen in unseren Seminaren, dass das Intraoralscannen zu einer Zeit- und Kostenersparnis in der Praxis führt und weiterhin zu einem Imagegewinn der Praxis mit einem digitalen Charakter bei den Patienten. Gern stehen wir als kompetenter Laboransprechpartner zur Seite, um bei der Einrichtung der optimierten Prozesse zu unterstützen.

Jetzt geht es ja nicht nur um das Ausprobieren des Intraoralscanners. Sie haben den Bereich „Scan-Support“ für Ihre Kunden aufgebaut. 
F S.: Ja, der mit dem Intraoralscanner verbundene Support wird ebenfalls von uns geleistet. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen und gemeinsamen Weiterentwicklung mit Zahnärzten im Bereich der digitalen Abformung, haben wir uns eine hohe Scan-Expertise aufgebaut. Zahnmediziner, die der innovativen digitalen Abformung positiv gegenüber eingestellt sind, nutzen vermehrt unseren Service und testen in Teamarbeit mit uns den Intraoralscan direkt am Behandlungsstuhl sowie unseren Support. Die überregionale Zusammenarbeit mit uns ist möglich durch die digitalen Kommunikationswege wie Videomeetings, Facetime etc., sowie durch einen gesicherten Datentransfer, den wir mit einem externen Dienstleister durchführen. 

Der Intraoralscanner ist der Einstieg in das digitale Praxiskonzept. Welche weiteren Möglichkeiten sehen Sie für die Digitalisierung in der Zahnarztpraxis?
F. S.: Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, bisherige Prozesse optimal in der Zahnarztpraxis umzusetzen. Das beginnt mit der Einbindung von Daten aus der digitalen Volumentomographie (DVT) sowie der digitalen vorausschauenden Implantatplanung. Moderne Computertechnik ermöglicht eine exakte Zahnfarberkennung für den Zahnersatz und garantiert den Patienten ein natürliches Aussehen. Die Messergebnisse sind eindeutig, sämtliche Nuancierungen sind klar quantifizierbar und eine sehr gute Voraussetzung für die Ästhetikplanung und letztlich den ästhetisch optimalen Zahnersatz. Auch Korrekturen von leichten Zahnfehlstellungen sind leichter und präziser durchführbar. Als Aligner-Therapie bieten wir unsere Juwa-Schienen an, die Engstände, Rotationen und Lücken im sichtbaren Bereich sanft und dezent korrigieren.

Stroh+Scheuerpflug

Helle Räumlichkeiten mit einem angenehmen Arbeitsumfeld für 65 Mitarbeiter

Thomas Schmidt, Sie und Ihr Sohn haben sich mit Ihren beiden Standorten in Ansbach und Erlangen klar auf die digitale Ausrichtung fokussiert. Welche Zielsetzung verfolgen Sie mit Ihrem Neubau in Ansbach?
T. S.: Digitale und nachhaltige Strukturen, Regionalität und Zahnersatz vor Ort bringen immense Vorteile für Zahnärzte und ihre Patienten. Daher haben wir 2019 einen neuen Unternehmensstandort in Ansbach mit über 700 qm gebaut und in unseren modernen Räumlichkeiten die Digitalisierung mit der klassischen Zahntechnik kombiniert. Die Prozesse sowohl für den digitalen als auch analogen Workflow wurden dabei für den täglichen Ablauf optimiert. Unsere Mitarbeiter fühlen sich in den hellen und großzügigen Räumlichkeiten sehr wohl. Für uns bedeutet der Neubau ein klares Statement zur Digitalisierung und Modernität in der Zahntechnik, und diese kommt aus Franken. Da uns der Umwelt- und Klimaschutz auch am Herzen liegt, verfolgen wir eine energieautarke Zielsetzung. Das betrifft sowohl die Wärmerückgewinnung als auch die Stromerzeugung über eine eigene Photovoltaikanlage. 

Was sind Ihre nächsten Schritte? 
T. S.: Die Ausweitung unseres Angebotes für die digital orientierten Zahnarztpraxen über Bayerns Grenzen hinweg. Die Digitalisierung bietet uns über den sicheren Datentransfer und Videomeetings die Möglichkeit, mit Zahnärzten bundesweit zu kommunizieren und sie mit hochwertigen Versorgungen zu beliefern.

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