Politik

Umfrage: Gute Rahmenbedingungen für ZFA-Azubis in Berlins Zahnarztpraxen

Behandlung am Stuhl
Robert Kneschke/fotolia

Behandlung am Stuhl

Zu diesem positiven Ergebnis kam eine aktuelle Umfrage der Zahnärztekammer Berlin zur Ausbildungsqualität und -zufriedenheit bei  Auszubildenden und ausbildenden Zahnarztpraxen in Berlin, so die ZÄK Berlin.

Für die Umfrage hatten 237 Auszubildende und 207 Ausbildungspraxen von den Ausbildungszeiträumen der ZFA-Abschlussprüfungen II/2015 und I/2016 die Fragebögen unabhängig voneinander beantwortet. Ziel der Erhebung war es, einen Überblick über den Ausbildungsablauf aus Sicht der ZFA und der Praxen zu erhalten. „Uns war es wichtig, dass beide Seiten des Ausbildungsprozesses zu Wort kommen“, erklärt Dr. Detlef Förster, Vorstandsmitglied und Leiter des Referats Aus- und Fortbildung ZFA der Zahnärztekammer Berlin. „Die Umfrageergebnisse liefern uns wichtige Informationen über den ständigen Veränderungsprozess der Ausbildung, sodass wir gezielt auf die neuen Anforderungen reagieren können. Gleichzeitig sollen natürlich auch unsere zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen von den Ergebnissen profitieren und ihnen bei der Motivierung und Gewinnung von zukünftigen Mitarbeitern helfen.“

ZFA Umfrageergebnis
ZÄK Berlin

Umfrageergebnisse als Download verfügbar
Die 56-seitige statistische Auswertung „Die Ausbildung zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten – Abschlussprüfungen II/2015 und I/2016 aus Sicht der Auszubildenden und Zahnarztpraxen“ ist als Download kostenlos verfügbar. Eine Zusammenfassung der Umfrage-Ergebnisse ist an gleicher Stelle veröffentlicht.

Ausbildungsplatzangebote und -gesuche sind auf der der Online-Stellenbörse der Berliner Zahnärzteschaft unter www.zajobo.de zu finden.
(Abb.: ZÄK Berlin)

Persönliche Entscheidung für den Beruf wichtigstes Motiv

Fast die Hälfte der Auszubildenden gab an, dass die Berufswahl ihre persönliche Entscheidung war. Eltern galten dabei mit 23 Prozent als wichtigste Berater – weit vor Freunden (14 Prozent), der Agentur für Arbeit (10 Prozent) oder Lehrern (6 Prozent).

Als treibende Kraft bei der Ausbildungsplatzgewinnung wurde mit 36 Prozent am häufigsten Eigeninitiative genannt. Bei der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes kommt der Agentur für Arbeit ein höherer Stellenwert zu (19 Prozent) als bei der Berufswahl. Nur von 12 Prozent der ZFA wurden Praktika und Schnuppertage genutzt; auch Stellenanzeigen und Praxiswebseiten spielten bei der Stellensuche eine untergeordnete Rolle.

Online-Ausbildungsplatzbörsen spielen eine große Rolle

Letzteres bestätigen auch die Angaben der ausbildenden Praxen: Die eigene Praxiswebsite tritt bei der Stellenausschreibung eher in den Hintergrund; die Nutzung von Online-Ausbildungsplatzbörsen ist hier von großer Bedeutung. Die Ausbilder bevorzugen bei Bewerberinnen und Bewerbern den Realschulabschluss/Mittleren Schulabschluss (MSA) und die Fachoberschulreife.

Das entscheidende Kriterium für die Auswahl einer/s zukünftigen Auszubildenden stellt das Vorstellungsgespräch dar, häufig auch mit einem Eignungstest oder einem Praktikumstag. Form und Inhalt des Bewerbungsschreibens wurden an zweiter Stelle in der Wichtigkeitsskala genannt. Knapp zwei Drittel der Zahnarztpraxen legen bei der Einstellung Wert auf das gute Beherrschen der deutschen Sprache sowie 63 Prozent auf ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild.

Steigende Ausbildungszahlen in Berlin

Erfreulich für alle Seiten ist der kontinuierlich steigende Trend der Ausbildungszahlen in Berlin: „Wir sind stolz, durch unser vielfältiges Engagement, zum Beispiel auf Jugend- und Ausbildungsmessen, im gegenläufigen Trend zu vielen anderen Landeszahnärztekammern, eine Steigerung der Ausbildungsstellen um 5 Prozent erreicht zu haben. Auf diesen Lorbeeren können wir uns jedoch nicht ausruhen, denn der Wettbewerb mit anderen Ausbildungsberufen ist sehr stark“, so Förster.