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Odontathon 2022: Impressionen vom ersten Hackathon der Dentalbranche

Gespannt und vorfreudig bricht auch das Team der dzw am Freitag, 14. Oktober 2022, auf nach Berlin zum Odontathon, dem ersten Hackathon der Dentalbranche. Als Medienpartner haben wir eine eigene Challenge im Gepäck: „Mobile Zahnreinigung“. Von dem, was uns in den kommenden 48 Stunden erwarten wird, haben wir zwar eine Vorstellung, aber auch nicht mehr. Wir wissen, dass wir Unterstützung durch KI-Experten, Illustratoren, Entwickler und andere Spezialisten anfragen können, doch wie sich die Teams aus Zahnärztinnen, Zahnärzten und Praxismanagerinnen zusammenfinden, welche Persönlichkeiten aufeinandertreffen und welche Kompetenzen zueinanderfinden werden, ist völlig offen.

Von der Idee zum Geschäftsmodell in 48 Stunden

Auf die Begrüßung folgt dann direkt der erste Pitch. Im Vorfeld waren sämtliche „Challenges“ – konkrete Herausforderungen aus dem Praxisalltag – formuliert. Nun gilt es für die „Challenge-Owner“, also diejenigen, die diese Herausforderung im Vorfeld eingebracht hatten, weitere Teilnehmer davon zu überzeugen, an der eigenen Challenge mitzuarbeiten. Adrenalin von Null auf Hundert und 75 Sekunden Zeit, um eine komplexe Problemstellung vorzustellen und die Teilnehmer so zu begeistern, dass sie an der mitgebrachten Challenge arbeiten wollen – inklusive Abend- und Nachtschichten. Viel Schlaf wird nicht auf uns warten.

Dass sich unser Herausforderung „Mobile Zahnreinigung“ nicht mit einer Reisezahnbürste lösen lässt, ist klar. In Deutschland leben 4,1 Millionen pflegebedürftige Menschen. 80 Prozent von ihnen werden zu Hause gepflegt. Aber lediglich 4 Prozent der Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege werden zahnmedizinisch versorgt – trotz Rechtsansprach nach SGB V Paragraf 22a. Wie schaffen wir eine Verbesserung der häuslichen Zahnpflege, um weitere allgemein- und zahnmedizinische Komplikationen zu vermeiden? Wie dringlich diese Fragestellung ist, zeigt ein demografischer Blick in die Zukunft: In 20 Jahre werden rund 10 Millionen Menschen hierzulande pflegebedürftig sein.

Die sprechende Zahnbürste – KI getriebene individuelle Mundhygiene

Dr. Bettina Ferrari, Zahnärztin mit eigener Zahnarztpraxis „Dr. Ferrari + Kollegen“ in Kassel, und Lena Karsten, Assistenzzahnärztin in der Deutrich Zahnarzt-Familienpraxis in Zühlsdorf bei Berlin, bilden mit uns das Team. Wir haben unseren eigenen Bereich in der Bertelsmann Repräsentanz, in dem wir uns treffen. 19.30 Uhr – wir stellen uns gegenseitig vor und starten direkt mit einem wilden Brainstorming. Rasch wird uns klar, dass wir an den strukturellen Problemen hinsichtlich Abrechnung und Delegation selbst erst einmal nichts ändern können. Wir konzentrieren uns auf die betroffenen Menschen. Können wir ihnen etwas an die Hand geben?

Relativ schnell kommen wir dann auf die Idee, den Betroffenen eine konkrete Hilfe anzubieten: eine mit künstlicher Intelligenz ausgestattete elektrische Zahnbürste. Mit ihr können Senioren oder ihre Angehörigen und Pflegekräfte für eine optimale Mundhygiene sorgen. Um unsere Idee zu verdeutlichen, setzen wir uns mit dem Illustrator zusammen, der uns bei der Visualisierung für den finalen Pitch am Sonntag unterstützte. 23.30 Uhr: Müde, aber auch zufrieden mit dem Ansatz, beenden wir Tag 1 des Odontathons.

Ein Bild, das zwei Frauen und einen Mann an einem Schreibtisch arbeitend zeigt

Teamwork

Der Samstag beginnt um 9 Uhr mit der bangen Frage, ob unsere Idee der technischen Realität standhält. Über die erste Hürde zur Sensorik helfen uns verschiedene Experten. Bei der KI unterstützt uns der KI-Spezialist Christian Kauth. Er ist begeistert. Anhand von schnell gefertigten Lego-Gebissmodellen entwickelt er in wenigen Stunden eine KI, die unseren Ansatz umsetzt. Ein Film mit unseren Modellen in Bewegung zeigt die KI bei der Arbeit. Bingo.

Auch das Rahmenprogramm mit Vorträgen, Zaubereien und Beratung ist inspirierend. Um 22.30 Uhr ist unser Ideengerüst rund. Die Stimmung in unserem kleinen und harmonischen Team ist gut.

Der finale Tag beginnt. Jetzt heißt es, den Pitch am Nachmittag vorzubereiten. Die Illustrationen und der Film, der unsere KI bei der Arbeit zeigt, bilden eine gute Basis. Jetzt kommt es auf die Performance beim Pitch selbst an. Wir setzen auf trockenen Humor und die geballte weibliche Kompetenz in unserem Team. Probepitch vor den Experten des Odontathons: Bettina und Lena – beim Odontathon sind wir per Du – sind gut drauf. Wir bekommen noch ein paar gute Tipps. Dann Feinschliff und banges Warten auf das große Finale. Wir präsentieren ganz am Schluss. Die Teams vor uns sind großartig – alle haben nur vier Minuten Zeit. Völlig erstaunlich, was da in 48 Stunden alles entstanden ist: Vom Wissensportal über Apps bis zu beeindruckend umfassenden KI-Lösungen ist alles dabei. Viele Teams pitchen sehr kreativ im Bademantel, mit selbstgedrehten Filmen oder sprechendem Alter Ego.

Dann stehen Bettina und Lena vor der professionellen Jury und sind noch besser als bei der Probe. Trommelwirbel – die Jury zieht sich zur Beratung zurück. Wenig später können drei Teams besonders jubeln. Und wir sind auch dabei. Ein tolles Team. Dank an euch. Und auch Dank an alle Teilnehmer und die Veranstalter BFS health finance und die HealthcareFuturists für sehr außergewöhnlich und inspirierende Tage. Einige Geschichten werden wir sicher an dieser Stelle weitererzählen.

Titelbild: Matthias Günzel/dzw