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Weltschlaftag: Wie erholsamen Schlaf finden?

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) hat anlässlich des Weltschlaftages, der jeden dritten Freitag im März stattfindet, eine Stellungnahme herausgegeben: 

„Die aktuellen geopolitischen Konflikte, die anhaltenden Belastungen durch Covid-19 und dazu der ganz alltägliche psychosoziale Stress belasten uns dauerhaft. Wie soll man da zur Ruhe kommen? Wie erholsamen Schlaf finden?

Heute ist der 18. März, der Welttag des Schlafes. Er wird jährlich von der World Sleep Society veranstaltet. Ziel dieses Tages ist es, auf die Wichtigkeit des Schlafes für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit aufmerksam zu machen. Der Weltschlaftag dient auch dazu, die Bedeutung von wissenschaftlicher Forschung zur Prävention und Behandlung von Schlafstörungen hervorzuheben.

Schlechter Schlaf hat negative gesundheitliche Folgen

Schlaf ist neben Nahrung, Wasser und Luft ein Grundbedürfnis für das menschliche Leben.
Da Schlaf mit vielen Funktionssystemen unseres Organismus gekoppelt ist, werden unzureichende Schlafdauer und schlechte Schlafqualität mit negativen gesundheitlichen Folgen, wie erhöhte Sterblichkeit, Gewichtszunahme, Diabetes und Stoffwechselstörungen, Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen der Hirnfunktionen und psychische Störungen, in Verbindung gebracht.

Schlafstörungen verursachen eine erhebliche individuelle und gesellschaftliche Belastung und stellen ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit dar. In Deutschland leiden zirka 10 Prozent der Menschen an einer behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörung, die auch zu negativen Konsequenzen am Tag führt. Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr ist erhöht. Studien gehen davon aus, dass der deutschen Wirtschaft infolge Schlafstörungen 1,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes verloren gehen.

Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) wirkt sich erheblich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen aus. Der nächtliche Sauerstoffabfall, der auftritt, wenn Atempausen aufgrund von OSA auftreten, belastet das Herz-Kreislaufsystem und kann zu einer Reihe schwerwiegender gesundheitlicher Folgen führen, wozu auch der gefährliche Sekundenschlaf zählt. 3 bis 7 Prozent der erwachsenen Männer, 2 bis 5 Prozent der erwachsenen Frauen und 5 Prozent der Kinder sind von der OSA betroffen.

Das Syndrom der unruhigen Beine (Restless-Legs-Syndrom/RLS) ist eine häufige Erkrankung und tritt bei 3 bis 10 Prozent der Bevölkerung auf. Auch Kinder können bereits von einem RLS betroffen sein. Missempfindungen in den Beinen führen in Ruhe zu einem ausgeprägten Bewegungsdrang, der die Betroffenen am Schlafen hindert.

Die genannten Schlafstörungen und eine Vielzahl weiterer Schlafstörungen lassen sich gut behandeln. Primäre Ansprechpartner sind die Hausärztinnen und Hausärzte. Ergänzend können Selbsthilfegruppen unterstützen. Ein Schwerpunktthema der DGSM ist es, die schlafmedizinische Primärversorgung zu fördern.

Erholsamer Schlaf wird begünstigt durch regelmäßige Schlaf-Wach-Zeiten, Stressreduzierung und körperliche Aktivitäten. Das gilt bereits im Kindesalter.“

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