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ZäPP: freiwillige Datenspende mit doppeltem Benefit

Der Kommentar von Chefredakteur Marc Oliver Pick 

In vier Tagen, am 25. September 2022, findet der diesjährige Tag der Zahngesundheit statt. Der fällt zwar in diesem Jahr auf einen Sonntag und damit auf einen Wochentag, an dem die meisten Praxen geschlossen sind, aber es wird in diesem Jahr trotzdem viele Aktionen um den Stichtag herum geben, der unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – in Kita & Schule“ steht.

Datenspende beim Zahnärzte-Praxis-Panel

Der September hat aber noch aus ganz anderen Gründen eine besondere Bedeutung, und zwar für die Praxisgesundheit. Denn voraussichtlich Ende September werden mehr als 34.000 Zahnarztpraxen eingeladen, am Zahnärzte-Praxis-Panel, kurz ZäPP, teilzunehmen und mit einer Datenspende dazu beizutragen, „eine aussagekräftige und belastbare Datengrundlage über die wirtschaftliche Entwicklung der Praxen in ganz Deutschland zu gewinnen, die höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt“, so die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV).

Sind doch belastbare und vor allem möglichst aktuelle Praxisdaten das beste Argument, wenn die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) auf Länderebene und die KZBV auf Bundesebene mit den gesetzlichen Krankenkassen im Sinne der Zahnärzteschaft (und damit im Sinne der Patienten) die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Praxen zur Gewährleistung einer flächendeckenden, wohnortnahen und qualitativ hochwertigen Versorgung der Patientinnen und Patienten, kurz, künftige Vergütungen, verhandeln.

Zahnmedizin aktiv gestalten können

Bereits seit 2018 ist das ZäPP ein etabliertes Instrument für die zahnärztlichen Körperschaften, um mit validen Daten (aus der jüngeren Vergangenheit) einen Hebel in die Hand zu bekommen, um die (nähere) Zukunft der Zahnmedizin in Deutschland aktiv gestalten zu können. Gleichzeitig liefern Daten über Praxisstrukturen, Art und Menge erbrachter Leistungen sowie Einnahmen- und Kostenstrukturen der jeweiligen Praxis auch wertvolle Informationen über die eigene Praxissituation, denn im Nachgang kann jede teilnehmende Praxis über das individuelle Berichtsportal die hinterlegten Daten zum Benchmarking nutzen.

Die aufbereiteten und zusammengefassten eigenen Praxisdaten lassen sich zum Beispiel mit den Durchschnittswerten anderer Praxen vergleichen. So wird die Datenspende der eigenen Praxis gleichzeitig zum Planungs- und Kontrollwerkzeug. Aus dieser Perspektive birgt die Teilnahme am ZäPP gleich doppelten Benefit: die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit der Praxen und ein Benchmark-Tool für die Ausrichtung der eigenen Praxis.

Oktober Start der DMS 6

Das ist aber noch nicht alles an Datenerhebungsinitiativen im Herbst: Anfang Oktober startet die Deutsche Mundgesundheitsstudie. Die mittlerweile sechste Auflage der vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) durchgeführten Studie erhebt acht Jahre nach der letzten Untersuchung an 90 Standorten mit 5.000 Menschen aus diversen Altersgruppen den aktuellen Stand der Mundgesundheit in Deutschland in den Bereichen Karies und Zahnbetterkrankungen, Einfluss sozialer Faktoren, Entwicklung der Mundgesundheit im Lebensverlauf, Verbreitung von Zahnfehlstellungen bei Kindern etc.

Schon die fünf Vorgängerstudien lieferten über den Zeitraum von drei Jahrzehnten wertvolle Erkenntnisse über die Entwicklung oraler Gesundheit in Deutschland mit dem Ziel, die zahnmedizinische Versorgungslandschaft am Bedarf auszurichten. Ein Beispiel aus der DMS 5, die 2016 einen erhöhten Präventionsbedarf bei Parodontalerkrankungen feststellte: die Aufnahme der PAR-Richtlinie in den GKV-Leistungskatalog.

Datensammeln lohnt sich also: für das Unternehmen Zahnarztpraxis, für die orale Gesundheit der Patienten und für die Zukunft der zahnmedizinischen Versorgungslandschaft in Deutschland.

 

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