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ZFZ-Sommer-Akademie 2022: Themen mit Zukunft

Zahnmedizinische Fortbildung für das gesamte Praxisteam

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause findet die traditionelle Sommer-Akademie des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart (ZFZ) am 8. und 9. Juli 2022 wieder in Präsenz in Ludwigsburg statt, mit Workshops, Vorträgen sowie einem Überraschungs- und Abendprogramm mit Barbecue. Neben den Zahnärzten werden vor allem auch Mitglieder des Praxisteams erwartet, das zeigt sich auch darin, dass die Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/innen (DGDH) Mitveranstalterin ist.

Aus den letzten Jahren hat man gelernt, wie attraktiv für viele Fortbildungswillige virtuelle Konferenzen und hybride Events sind, deshalb haben sich die Verantwortlichen im ZFZ Stuttgart dafür entschieden, die Möglichkeit anzubieten, am 8. und 9. Juli an moderierten Livestreams aus dem Forum am Schlosspark in Ludwigsburg online teilzunehmen. Zusätzlich stehen die aufgezeichneten Vorträge on demand zehn Tage lang zur Verfügung.

Viele allgemeinmedizinische Themen

Die große therapeutische Bandbreite in der zahnärztlichen Praxis setzt voraus, dass Zahnmediziner und Teammitglieder auf dem neuesten Stand sind, auch was die allgemeinmedizinischen Grundlagen angeht. PD Dr. Yvonne Wagner, Leiterin des ZFZ in Stuttgart, hat daher in diesem Jahr das Motto „ZahnMedizin – zusammen für unsere Patienten“ ausgegeben. Das Wort Medizin werde im Programm bewusst in Großbuchstaben geschrieben, weil allgemeinmedizinische Themen einen breiten Raum einnehmen. Und dass Zahnärzte zusammen mit den Mitarbeitenden in der Praxis gemeinsam die Fortbildung besuchen, hat beim Zahnmedizinischen Fortbildungszentrum Stuttgart eine lange Tradition.

Zu den wichtigsten Themen der zweitägigen Veranstaltung gehören Vorträge zur Verordnung von Schmerzmitteln und Antibiotika, zur Biofilmbildung, zur Behandlung älterer Patienten und zur Ernährung und ihrem Einfluss auf Allergien, Übergewicht und Diabetes. Der Volkskrankheit Diabetes gilt ein erhöhte Aufmerksamkeit, denn sie ist ein Risikofaktor für Parodontitis. Wie Studien gezeigt haben, erkranken Diabetiker häufiger an einer Parodontitis als Nichtdiabetiker.

Darüber hinaus wurde bei Diabetikern aller Altersgruppen und unabhängig vom Diabetes-Typ ein höherer und im Alter zunehmender Schweregrad der Parodontitis festgestellt. Auch schreitet der parodontale Knochenabbau bei ihnen schneller voran als bei Nichtdiabetikern. Insbesondere bei schlechter Einstellung steigt das Risiko für Entzündungen des Zahnhalteapparates und des Zahnfleisches, was zu einem dreifach erhöhten Risiko für Zahnverlust führen kann.

Umgekehrt stellen nicht oder nur unzureichend behandelte parodontale Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für Diabetes-assoziierte Komplikationen dar und haben großen Einfluss auf den Gesamtorganismus. Für die Zahnarztpraxis gilt daher, dass Diabetespatienten mit Parodontitis eine besondere Herausforderung darstellen. Weitere Allgemeinerkrankungen, die mit einer Parodontitis assoziiert sein können, werden im Vortrag von Prof. Dr. Dr. Ti-Sun Kim, Heidelberg, beleuchtet.

Konsensfähige Hypothesen zu CMD

Einfluss auf die Allgemeingesundheit können auch Kaufunktionsstörungen haben, die Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskulatur sowie die neurophysiologische Steuerung des Kausystems betreffen können. Dabei handelt es sich um eine Fehlfunktion mit krankmachenden Auswirkungen. Die Diagnostik dieser craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) ist bis heute von einer Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen geprägt, sodass der inhaltliche Schwerpunkt des Vortrags von PD Dr. Daniel Hellmann sich auf international konsensfähige Hypothesen konzentriert. Der Referent, Direktor der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe, gibt Orientierung im Hinblick auf ein zahnärztlich regelkonformes Vorgehen im klinischen Alltag.

Eine besondere Zuwendung von Seiten des gesamten Praxisteams wird auch Schwangeren zuteil, da sie aufgrund von hormonellen und immunologischen Veränderungen eine erhöhte Empfindlichkeit für parodontale Entzündungen aufweisen. Im Rahmen eines zahnärztlichen Präventionsprogramms sollten werdende Mütter hinsichtlich geeigneter Hilfsmittel zur richtigen Mundhygiene motiviert werden. Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung zur Reduktion parodontalpathogener Keime an schwer zu reinigenden Stellen sollte die häusliche Mundhygiene ergänzen. Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger, Freiburg, weist in ihrem Vortrag außerdem darauf hin, dass schon bei der Planung einer Schwangerschaft eine zahnärztliche Untersuchung stattfinden sollte, um alle möglichen Entzündungsherde frühzeitig zu behandeln.

Patienten im fortgeschrittenen Alter

Eine hohe Prävalenz für parodontale Erkrankungen weisen auch älteren Patienten auf, daher gilt ihnen ein besonderes Augenmerk. „60plus – was muss ich als Zahnarzt beachten?“ heißt der Titel eines Vortrags von Dr. Cornelius Haffner, München. Er beleuchtet die Möglichkeiten einer speziellen zahnärztlichen Betreuung von Patienten im fortgeschrittenen Alter, das nicht selten mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen einhergeht und auch zu Pflegebedürftigkeit führen kann. In einer immer älter werdenden Gesellschaft sind daher die Bedürfnissen dieser Patientengruppe besonders wichtig; für das Praxisteam wertvoll dürften seine Tipps für Präventions- und Therapiemöglichkeiten im mobilen Einsatz direkt am Pflegebett sein.

Auch für die Gesundheit und das Wohlergehen der Fortbildungsteilnehmer ist gesorgt. In einem einleitenden Vortrag „Work-Life-Balance: Körperliche Stärke & geistige Frische – Wer fit ist, hat mehr Erfolg!“ gibt ein Gesundheitsmanager Tipps, wie man seine Leistungsfähigkeit und seine Ausstrahlung mit einfachen Mitteln steigern kann.
Infos und Anmeldung online hier.

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