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Umfrage

Pandemie fördert Alkoholkonsum

Die Corona-Pandemie hat viele Dinge zum Stillstand gebracht, - den Alkoholkonsum nicht. So treiben Existenzängste, aber auch fehlende soziale Kontrolle durch Arbeiten im Homeoffice, viele Menschen zu einem gesteigerten Alkoholkonsum. Aber auch während der Arbeitszeit in den Betrieben kann der Konsum von Alkohol ein ernstes Problem sein. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) zeigt in der aktuellen Ausgabe der Versichertenzeitung "impuls" Lösungen für Betriebe auf.

Alkohol während der Arbeit

Laut einer Forsa-Umfrage wird nicht nur mehr Alkohol konsumiert, sondern etwa ein Viertel der Befragten, die bereits vor Corona mehrmals wöchentlich zur Flasche gegriffen haben, trinken seit der Pandemie noch mehr. So wird auch öfters während der Arbeitszeit getrunken, gerade Homeoffice verleitet viele dazu schon früher mit dem Trinken anzufangen. Wenn Kollegen und/oder Führungskräfte so ein Verhalten mitbekommen, sollte man eingreifen. Doch wie spricht man so ein heikles Thema an?

Zeichen erkennen

Auch Kollegen sollten nicht wegschauen und sich zu Co-Abhängigen entwickeln, indem sie Betroffene decken, Aufgaben übernehmen oder das Verhalten des Suchtkranken entschuldigen. Eine mögliche Alkoholerkrankung ist erkennbar an einer Alkoholfahne, versteckten Flaschen im Spind oder Schubladen, plötzlich auftretender Unzuverlässigkeit, häufigen Fehlzeiten, Leistungsmängeln oder auch aggressivem Verhalten.

Richtig reagieren

Falls es vorkommt, dass Mitarbeiter am Arbeitsplatz Alkohol konsumieren und offensichtlich alkoholisiert sind, haben Vorgesetzte dafür zu sorgen, dass diese am Weiterarbeiten gehindert werden und unbeschadet nach Hause kommen. Viel Wichtiger ist aber der professionelle Umgang mit Betroffenen, so Dr. Just Mields, Arbeitspsychologe bei der BG ETEM. Er empfiehlt zunächst das Vier-Augen-Gespräch zwischen Führungskraft und Beschäftigten. Ein detaillierter 5-Stufen-Plan wird als Leitfaden für das weitere Vorgehen vorgeschlagen. Personalrat, Suchthelfer, Personalabteilung sollten einbezogen werden, um eine positive Verhaltensänderung zu unterstützen. Im ungünstigsten Fall kann aber auch eine Kündigung das Ergebnis sein. Wichtig ist ein sachlicher und fairer Umgang mit Arbeitnehmern seitens des Betriebes sowie die systematische Begleitung.

Mehr Informationen

Der komplette Artikel zum Thema Alkoholkonsum am Arbeitsplatz mit dem Titel "Kein Sanitäter in der Not" ist in der aktuellen Ausgabe von impuls 02/2021, der Versichertenzeitung der BG ETEM nachzulesen. Eine Praxishilfe "Alkohol und Arbeit - zwei, die nicht zusammenpassen" stellt die BG ETEM als Download und der Eingabe des Webcodes M18703564 zur Verfügung.

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