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17. Dezember 2018

Kurzmeldungen KW 51/2018

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Deutschland und Digitalisierung: Kein Vertrauen in die Regierung

Das Thema Digitalisierung steht bei Politik und Wirtschaft derzeit ganz oben auf der Agenda. Sollte es auch, denn lediglich 15 Prozent der Deutschen sehen das Land hier aktuell gut aufgestellt. Jeder Zweite bemängelt hingegen deutlichen Nachholbedarf (52 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „DigitalBarometer Deutschland“, für die das Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES gemeinsam mit der International School of Management (ISM) jeweils 1.000 in Deutschland lebende Personen befragt hat. Auch den für die Digitalisierung verantwortlichen Politikern und Unternehmen bringen die Deutschen weiterhin wenig Vertrauen entgegen. Nur zehn beziehungsweise 18 Prozent der Befragten äußern sich aktuell entsprechend. Im Vergleich zum Frühjahr 2018, wo noch 20 Prozent der Befragten glaubten, dass die Regierung die Digitalisierung meistern wird, glauben aktuell sogar nur noch 16 Prozent der Befragten daran.

Sprachsteuerung in der digitalen Pflege-Dokumentation

Ein Konsortium an dem unter anderem auch Forscher der Hamburger Fern-Hochschule beteiligt sind, untersucht im Projekt „Sprachsteuerung in der Mensch-Maschine-Interaktion – intelligente Vernetzung für Altenpflegedokumentationssysteme“, inwiefern Sprachsteuerung die digitale Dokumentationsarbeit in der Pflege effizienter machen kann. Das technische Setting besteht aus einer selbstlernenden, auf neuronalen Netzen aufbauenden Spracherkennung in Kombination mit digitalisierter Dokumentation. In drei Lern- und Experimentierräumen soll anhand von Mikroschulungen, Lernlaboratorien und Erfahrungsberichten erprobt werden, wie dadurch Beschäftigte in der ambulanten und stationären Pflege sowie in der Verwaltung unterstützt werden können.

Quantenphysik ermöglicht selbst-zerstörende Software

Software, die sich nach nur einer Ausführung selbst zerstört, galt lange Zeit als unerfüllbares Ideal zum Schutz privater Informationen. Doch nun gelang es Forschern der Universität Wien gemeinsam mit Wissenschaftern aus Brasilien und Singapur dieses Konzept der Cyber-Security mithilfe von Quantentechnologie zu realisieren. Dafür wurden quantenphysikalische und klassische Systeme zu einem Hybrid-Computer kombiniert. Die dadurch ermöglichte Umsetzung der sogenannten „One-Time“-Programme wurde im Journal „Nature Communications“ veröffentlicht.