Anzeige

Wiedersehen im Endo-Curriculum

Schaefer_Trippe

Prof. Edgar Schäfer mit seiner ehemaligen Studentin Dr. Sinje Trippe-Fey in der Haranni Academie    

Beim zweiten Modul des Endodontie-Curriculums, das die Haranni Academie (HAC) seit November unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Michael Hülsmann anbietet, trafen zwei aufeinander, die sich schon aus Uni-Zeiten kennen: Prof. Edgar Schäfer und Dr. Sinje-Trippe-Frey sprachen im Interview über ihre gemeinsame Zeit in Münster und über das neue Curriculum in Herne.

Frau Dr. Trippe-Frey, Sie haben bei Prof. Schäfer in Münster studiert. Nun sehen Sie ihn im Endo-Curriculum der Haranni Academie wieder. Fühlen Sie sich wieder ein bisschen als Studentin?

Dr. Sinje Trippe-Frey: Meine Studienzeit liegt ja nun schon eine Weile hinter mir, aber es ist ein schönes Gefühl, seinen Professor einmal wiedersehen zu können. Prof. Schäfer war mein Prüfer im Examen für den Bereich „Konservierende Zahnheilkunde“ und ich erinnere mich immer gern an die angenehme Prüfung. Im Praxisalltag denke ich immer wieder mal an meine Studienzeit in der Zahnklinik. Gerade in der endodontischen Versorgung gab es in den vergangenen Jahren sehr viele neue Erkenntnisse, Erfahrungen, Neuerungen und Möglichkeiten, und nicht zuletzt tolle neue Werkstoffe. Ich bin immer offen für etwas Neues und deshalb habe ich mich über die Ankündigung des Endo-Curriculums an der Haranni Academie sehr gefreut.

Herr Prof. Schäfer, kommt es häufig vor, dass ehemalige Studenten an Ihren Fortbildungen teilnehmen?

Prof. Edgar Schäfer: Ja, das ist durchaus nicht selten der Fall. Sowohl bei Einzelkursen als auch in einzelnen Modulen verschiedener Curricula treffe ich eigentlich im gesamten Bundesgebiet immer mal wieder ehemalige Studenten. Mitunter habe ich diese Kollegen auch im Staatsexamen geprüft und das kann dann auch schon mal mehr als 15 Jahre zurückliegen. Natürlich freut es mich sehr, dass ich offensichtlich nicht alle Studenten im Laufe des Studiums so verschrecke, dass sie mich nie wieder sehen wollen.

Wie ist es, wenn sich ehemalige Lehrer und Studenten wiedersehen? Werden dann die alten Zeiten und ein paar Anekdoten heraufbeschworen?

Schäfer: Eher selten. Was mich aber immer sehr freut, sind Rückmeldungen der Kollegen zu ihrer ehemaligen Ausbildung aus heutiger Perspektive mit entsprechender Berufserfahrung. Was sie damals vielleicht noch als „Gängelei“ oder unnützen theoretischen Ballast empfunden haben, sehen sie mit Erfahrungen aus der täglichen Praxis dann häufig doch ganz anders. Wenn mir ehemalige Studenten auf dieser Weise berichten, dass wir sie gut für das Berufsleben vorbereitet haben, ist das nach wie vor ein schöner Motivationsschub.

Trippe-Frey: Natürlich freut man sich, jemanden von „früher“ wiederzusehen. Nicht zuletzt besuche ich die Zahnklinik in Münster immer mal wieder, allein um zu sehen, was sich im Laufe der Zeit verändert hat. Ich finde es großartig, einfach mal „Danke“ sagen zu können. Die wirkliche Praxiserfahrung sammelt man erst im Alltag des Berufslebens. Manche Dinge erscheinen im Studium sehr steril und unnahbar. Es ist ein schönes Gefühl, wie man im Laufe der Zeit lernt, auch mit schwierigen Situationen umzugehen – wenn man sich zum Beispiel mal wieder sicher ist, dass es im oberen 6er einen vierten Kanal gibt. Diese positiven Erfahrungen gebe ich dann gerne auch zurück, denn ich bin dankbar für meine Ausbildung.

Frau Dr. Trippe-Frey, als Referentin der HAC haben Sie frühzeitig vom neuen Endo-Curriculum erfahren. Was hat Sie dazu bewogen, daran teilzunehmen?

Trippe-Frey: Schon in der Studienzeit habe ich mich gerne mit der endodontischen Versorgung von Zähnen beschäftigt. Meine oberste Prämisse ist bei einer Zahnerkrankung, den Zahn zu erhalten. Da kam das Curriculum wie gerufen. Ich bin auch früher im Bereich der Parodontologie aktiv gewesen und bin es immer noch. Die Ausbildung der ZFA zur Zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin macht sehr viel Spaß und ist immer wieder eine tolle neue Erfahrung. (Anmerkung der Redaktion: Dr. Sinje Trippe-Frey ist Klinische Leiterin der ZMP-Aufstiegsfortbildung an der Haranni Academie). Wenn es neue Möglichkeiten und Wege in der Versorgung unserer Patienten gibt, dann möchte ich diese auch gerne kennenlernen.