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Akute Versorgungslücke in Berlin geschlossen

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Ab 12. März 2024 bietet die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Standort Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding auch zahnärztliche Behandlungen für Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen in ambulanter Narkose an.

Damit konnte eine wichtige Versorgungslücke für diese Patientengruppe geschlossen werden, die nach der Schließung des „Zentrums für die zahnärztliche und kieferchirurgische Behandlung von Menschen mit Behinderung“ in Räumen des Vivantes-Klinikums zum 31. Januar 2024 entstanden war.


Da für die vulnerablen Patientinnen und Patienten in Berlin mit Ausnahme von Notfallbehandlungen keine Versorgungsmöglichkeit in zahnärztlichen oder kieferchirurgischen Praxen existiert, hatte die Zahnärztekammer (ZÄK) Berlin einen Runden Tisch mit vielen konstruktiven Gesprächen initiiert.

„Wir haben es mit den Ressourcen und der Expertise der Charité in kürzester Zeit geschafft, die zahnärztliche Versorgung in ambulanter Vollnarkose auch nach Schließung des Standortes in Neukölln an einem anderen zentralen Ort in Berlin sicherzustellen.

Außerordentliches Engagement

Ohne das außerordentliche Engagement insbesondere vom Charité-Vorstandsvorsitzenden Professor Dr. Heyo Kroemer und von Professor Dr. Dr. Max Heiland sowie dem gemeinsamen Willen aller Beteiligten, die bürokratischen und organisatorischen Hürden in kürzester Zeit zu überwinden, wäre dies nicht möglich gewesen“, so Dr. Karsten Heegewaldt, Präsident der ZÄK Berlin.

„Wir sind sehr froh, dass die vulnerablen Patientinnen und Patienten wieder eine feste Adresse mit optimalem Risikomanagement haben“, betonte Zahnärztin Barbara Plaster, Vizepräsidentin der ZÄK Berlin. Sie habe einige Telefonate mit betroffenen Angehörigen oder Betreuenden geführt, die nicht wussten, an wen oder welche Stelle sie sich nun wenden können. Auch Zahnärztinnen und Zahnärzte hätten sich bei der Kammer gemeldet, da sie den Betroffenen gern weiterhelfen und an eine geeignete Stelle verweisen wollen.

Deutlich erhöhtes Risiko

Denn je nach Pflegestufe unterliegt die ambulante zahnärztliche Behandlung und Prophylaxe bei Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen einem deutlich erhöhten Risiko und macht eine Behandlung unter Narkose notwendig, um weitere schwerwiegende Nachteile und Folgen zu verhindern. „Diesen Patientinnen und Patienten darf eine regelmäßige professionelle zahnärztliche Prophylaxe und zahnärztliche Therapie nicht vorenthalten werden. Umso mehr freuen wir uns über diese fachlich und räumlich ausgezeichnete Lösung und Ergänzung der zahnmedizinischen Versorgung in Berlin.“

Räume in unmittelbarer Nähe zur Rettungsstelle des Virchow-Klinikums

Prof. Dr. Dr. Max Heiland, Ärztlicher Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Charité - Universitätsmedizin Berlin, erläutert die Umsetzung und das genaue Prozedere der neuen Behandlungsmöglichkeiten am Standort Campus Virchow-Klinikum:

„Ab März 2024 bieten wir zahnärztliche Behandlungen für die Patientengruppe in Räumen in unmittelbarer Nähe zur Rettungsstelle des Virchow-Klinikums mit einer unkomplizierten Möglichkeit der Liegend-Anfahrt an. Die hierbei erforderliche ambulante Narkose wird gemeinsam mit der ‚Dreamteam Anästhesie MVZ GmbH‘ durchgeführt, die auch schon in Neukölln für die ambulanten Narkosen zuständig war und daher über eine große Erfahrung in der Betreuung dieser Patientengruppe verfügt.“

Datenschutzkonforme Videosprechstunde  

„Um den individuellen Behandlungsbedarf und die bisherige Art der zahnärztlichen Versorgung erfassen zu können, aber auch um ganz entspannt den administrativen Aufnahmeprozess nicht am Tag der Behandlung durchlaufen zu müssen, lernen wir alle Patientinnen und Patienten zunächst in einer datenschutzkonformen Videosprechstunde kennen.“

Anschließend könne die Operation koordiniert werden. Sollte sich eine Behandlung in ambulanter Narkose im Vorgespräch als zu riskant erweisen oder es einer Patientin oder einem Patienten nach der Narkosebehandlung nicht gut gehen, erfolge die stationäre Überwachung bzw. die Planung der Behandlung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes.

Weitere Infos:

Zahnärztliche Behandlung für Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen:
Terminvereinbarung Erstvorstellung / Ambulanter Termin:
MVZ Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Charité Campus Virchow-Klinikum:
Telefon: (030) 450 555 599
Erreichbarkeit: Mo-Do 8:00-16:00 Uhr und Fr 8:00-15:00 Uhr
E-Mail: mkg-termine@charite.de

Zahnarztpraxen für Menschen mit Behinderungen:
Auf der Webseite der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin ist eine Liste mit Zahnarztpraxen für Menschen mit Behinderungen zu finden:
https://www.kzv-berlin.de/fileadmin/user_upload_kzv/Patienten/Zahnarztpraxen_Behindertenbehandlung.pdf

Zahnärztliche Behandlung von Kindern mit Behinderungen:
Arbeitsbereich Kinderzahnmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin
Telefon: (030) 450 662 550
Erreichbarkeit: Mo-Do 08:30-16:30 Uhr und Fr 08:30-11:30 Uhr
E-Mail: kids-termine@charite.de
https://kinderzahnmedizin.charite.de/

Quelle: ZÄK Berlin

Bildquelle: pch.vector - freepik.com

prophylaxe impuls

prophylaxe impuls ist eine zahnärztliche Fachzeitschrift. Sie erscheint vierteljährlich und wird vom zfv Zahnärztlicher Fach-Verlag, Herne, herausgegeben. Das redaktionelle Konzept zeigt auch das Alleinstellungsmerkmal des Fachmagazins: prophylaxe impuls vereint in jeder Ausgabe Wissenschaft und Praxis.

Verantwortlicher Redakteur ist Prof. Dr. S. Zimmer, Universität Witten/Herdecke, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Witten.

Zielgruppe des Fachmagazins ist die Prophylaxe-orientierte Zahnarztpraxis. Die zwei redaktionellen Schwerpunkte Wissenschaft und Praxis binden einerseits Zahnärztinnen und Zahnärzte ein und bieten anderseits für die Prophylaxe-Mitarbeiter/innen praxis- und patientenbezogene Informationen.

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