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BVMed: Keine Lieferengpässe bei Spritzen
Die Landesärztekammer Hessen sieht Impfungen als originär ärztliche Aufgabe an und lehnt Corona-Impfungen durch Zahnärzte ab.

„Impfkampagne muss weiter Tempo aufnehmen“

Die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland zieht wieder an. Seit dem Impfstart sind in Deutschland rund 120 Millionen Impfungen erfolgt, darunter mittlerweile 5,6 Millionen Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus. „Die Impfkampagne muss jetzt weiter an Tempo aufnehmen. Zusammen mit den notwendigen Hygienemaßnahmen bieten eine höhere Impfquote und eine erfolgreiche Booster-Kampagne die Perspektive zur Überwindung dieser Pandemie“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) Dr. Marc-Pierre Möll. Er verwies darauf, dass Medizinprodukte wie Spritzen unentbehrlich für eine erfolgreiche Impfkampagne sind. Aktuell gebe es aufgrund der Anstrengungen der Medizinprodukte-Hersteller keine Lieferengpässe - trotz des weiter stark steigenden Bedarfs an medizintechnischem Zubehör, so Möll.

Bei jeder Impfung sind Medizinprodukte unentbehrlich

Bei jeder Impfung sind Medizinprodukte unentbehrlich. Denn ohne Spritzen keine Impfung! Der Bedarf an diesen Medizinprodukten wie 1-ml-Spritzen, die für die Corona-Impfung benötigt werden, steigt weltweit weiterhin stark an. Die Spritzenhersteller decken den gestiegenen Bedarf in Deutschland durch Optimierungsmaßnahmen, die Ausweitung von Schichtarbeit sowie Erhöhung der Produktionskapazitäten für 1-ml-Spritzen. Zusätzlich haben die Hersteller die Bestände für diese Spritzen erhöht, um Nachfragespitzen abfangen zu können. „Die Spritzenproduktion läuft weiterhin auf Hochtouren. Zurzeit rechnen wir daher nicht mit Lieferengpässen. Die Lieferfähigkeit von Spritzen und Kanülen ist in Deutschland grundsätzlich gegeben“, so der deutsche MedTech-Verband, der die Hersteller von Spritzen, Kanülen und weiterem Impfzubehör vertritt.

Iinternationalen Lieferketten müssen stabil bleiben

Voraussetzung für eine fortgesetzte Lieferfähigkeit ist, dass die internationalen Lieferketten stabil bleiben und die Verteilung der ausreichend vorhandenen Impfspritzen intelligent gesteuert wird. Hier fordert der BVMed ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten auf Bundes- und Landesebene – unter Einbindung der Impfstoff- und Medizinprodukte-Hersteller. Der BVMed unterstützt zudem die Pläne der AG Gesundheit und Pflege der Koalitionsverhandlungen, mit einem „Gesundheitssicherstellungsgesetz“ die effiziente und dezentrale Bevorratung von Arzneimittel- und Medizinprodukten zu gewährleisten. Hierfür schlägt der BVMed eine digitale Bestandsplattform versorgungskritischer Medizinprodukte vor, um mit smarten Lösungen und offenen Schnittstellen die Verteilung versorgungskritischer Medizinprodukte in Krisensituationen zu optimieren.