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CMD-Schienentherapie mit zebris JMA-Optic im digitalen Workflow

Zahnarzt Dr. Ulrich Wegmann geht es um die Diagnostik von Funktionsauffälligkeiten und die therapeutischen Ansätze zur Behebung der Störungen im Kiefergelenksbereich.

Der digitale Workflow bei der Funktionstherapie stand bei Teil 1 der zweiteiligen Webinarreihe von zebris Medical im Vordergrund. 70 „Online-Zuschauer“ folgten den Ausführungen von Zahnarzt Dr. Ulrich Wegmann bei einem Patientenfall „von der Verdachtsdiagnose zur adjustierten Aufbissschiene im digitalen Workflow.“ Vornehmlich geht es hier um die Diagnostik von Funktionsauffälligkeiten und die therapeutischen Ansätze zur Behebung der Störungen.

Nach einem CMD-Schnelltest erfolgte bei dem Patienten die klinische Untersuchung in der Zahnarztpraxis. Dazu gehören die Befundung der Okklusion, die Palpation der Muskulatur und der Kiefergelenke in Statik und Dynamik, der Unterkiefermobilität und Anamnese von orthopädischen Vorerkrankungen. Ergebnisse aus bildgebenden Verfahren wie DVT und/oder MRT ergänzen die Befunde. „Vor allem die Bewegungsaufzeichnungen mit der instrumentellen Funktionsdiagnostik mit dem JMA optic geben uns die so wichtigen Erkenntnisse über die zahn- und stützstiftgeführten Bewegungen“, erklärte Dr. Wegmann. Die mehrfache Aufzeichnung der Bewegungsparameter mit gleichzeitiger Berechnung von Einstellwerten für den mechanischen oder virtuellen Artikulator ermöglicht die diagnostische Bewertung und stellt gleichzeitig die therapeutischen Informationen für die Aufbissschiene bereit.

Weitere diagnostische Informationen erhält der Anwender über das Modul „Elektronische Positions Analyse.“ Mit der digital unterstützten Bestimmung der Zentrik (CAC Computer Assisted Centric) wird die Schiene in therapeutischer Zentrikposition hergestellt. Anhand der individuellen Befunde zeigte Dr. Ulrich Wegmann, wie sich der Ablauf im digitalen Workflow zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor gestaltet. Dabei ist es unerheblich, ob eine konventionelle oder digital basierte Abformung durchgeführt wird. Neben dem Intraoral- bzw. Laborscan, der in den virtuellen Artikulator übergeben wird, ist die Übertragung der Bewegungsaufzeichnungen und berechneten Einstellwerte in den virtuellen Artikulator entscheidend. Die herzustellende RePo-Schiene erhält in diesem Patientenfall eine Front-Eckzahn-Führung nach den gemessenen Bewegungsparametern unter Zahnführung. Um eine Neupositionierung der Kondylen unter der weiteren Therapie zu ermöglichen, wird das Aufbissplateau im Seitenzahnbereich ohne Verschlüsselung der Unterkieferposition erstellt. Zusätzlich ist in diesem Fall ein retraler Stopp in der Schiene erforderlich.

Webinare zum Kieferregistriersystem sind bei zebris Medical zu einer fachlich wichtigen Institution für Zahnärzte und Zahntechniker geworden, die großen Zulauf erhält. Funktionsexperten vermitteln Wissen über die Welt der funktionellen digitalen Zahnmedizin. Die im Anschluss gestellten Fragen zeigen bei jeder Online-Schulung ein großes Interesse an der digital basierten Kieferregistrierung. Weitere Webinartermine: zebris.de/events/webinare