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„Klartext – der Zukunft ­einen Schritt voraus“ – Teil 5

Im Rahmen der „Klartext“-Serie befasst sich die dzw als Medienpartner von BFS health finance mit Themen, die 2023 vielleicht das eine oder andere Fragezeichen ausgelöst haben. Im fünften Teil der Artikelserie geht es um das Thema Inflation und steigende Kosten für Verbrauchsmaterialien. Im Interview spricht Paul Sobottka (BFS health finance) mit Sebastian Bruno, Head of Customer Happiness bei Wawibox, der mit interessanten Fakten aus der Materialverwaltungssoftware von Wawibox aufwartet.

Zwei Herren im Gespräch

Paul Sobottka sprach mit Sebastian Bruno, Head of Customer Happiness bei Wawibox, über die Auswirkungen von Inflation und Materialengpässen auf die Preise für Verbrauchsmaterialien in der Zahnarztpraxis – und was man dagegen tun kann.

Paul Sobottka: Wir alle wissen, wie Inflation mit dem Warenkorb-Prinzip berechnet wird – im privaten Bereich bemerken wir, dass Verbrauchsgüter teurer werden. Wie sieht es in der Zahnarztpraxis bei den Preisen für Verbrauchsmaterialien aus?
Sebastian Bruno: Wir haben die Preisentwicklung der vergangenen Jahre betrachtet, um zu sehen, welche Effekte es seit 2020 gab. Wir wollten wissen, wie sich Pandemie, Krieg in der Ukraine und andere Faktoren auf die Preisentwicklung auswirken.
Dabei konnten wir seit Januar 2020 eine Preissteigerung von durchschnittlich 16 Prozent feststellen. Sie liegt noch einmal deutlich über der allgemeinen Inflationsrate. Ein interessanter Aspekt, mit dem wir nicht gerechnet hatten, war, dass es vor allem zur Jahreswende 2022 auf 2023 einen deutlichen Preissprung gab. Dies liegt daran, dass viele Händler und Hersteller ihre Preise nicht regelmäßig anpassen, sondern nur einmal im Jahr, meistens im vierten Quartal, eine Anpassung vornehmen.

Lautsprecher-Logo KlartextKlartext
Unter dem Motto „Klartext“ sind BFS health finance
als Factoring- und Abrechnungsspezialist und die
dzw – Die ZahnarztWoche eine Medienpartnerschaft eingegangen. Ziel der Kooperation ist es, angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen 2023 Strategien und Lösungen zu entwickeln, die Zahnarztpraxen helfen sollen, auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld erfolgreich zu sein.
Mehr unter meinebfs.de/klartext


Sobottka: Gibt es ein aktuelles Beispiel für eine Preisexplosion?
Bruno: Bei Einmalhandschuhen gibt es eine sehr spannende Entwicklung. Der Preis hat sich zwischenzeitlich fast vervierfacht. Der Höhepunkt dieser Preisentwicklung war ungefähr im zweiten Corona-Lockdown. Mittlerweile hat sich der Preis sogar fast wieder normalisiert, natürlich unter Berücksichtigung einer gewissen Steigerung durch die Inflation.
Kurios ist dagegen, dass Desinfektionsmittel in der Pandemie keinen so starken Schwankungen unterlagen, jedoch seit etwa Mai 2022 einen enormen Preisanstieg verzeichnen. Dieser wird bedingt durch die politische Lage in der Ukraine und Russland, die den Preis der für die Herstellung benötigten Rohstoffe in die Höhe treibt.
Auch Füllungsmaterialien hatten eine Preissteigerung von fast 25 Prozent im Verlauf der vergangenen drei Jahre. Hier lautet die spannende Frage, was davon abrechenbar ist oder was weiterberechnet werden kann – nicht jede Preissteigerung kann an den Patienten weitergegeben werden.

BFS-Standard-Logo_swBFS Online Event
Rasante Preisentwicklung bei Verbrauchsmaterialien – Wie kann Abrechnung dabei helfen? Zu diesem alle Praxen betreffenden Thema bietet BFS health finance am 23. August 2023 ein kostenfreies Online-Event mit Sebastian Bruno, Head of Customer Happiness bei Wawibox, und Sina Gruhn, Teamleitung Externe Abrechnung Zahnärzte, an. Weitere Informationen und Anmeldung unter meinebfs.de/veranstaltungen

Sobottka: Wodurch sind die Preissteigerungen in Summe bedingt? Sind es höhere Strom- respektive Produktionskosten, ist es Materialverknappung oder etwas ganz anderes?
Bruno: Neben Krieg, Pandemie und Rohstoffknappheit hat tatsächlich die Gesetzeslage, konkret das Inkrafttreten der MDR im Mai 2021, einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Preisgestaltung von vielen Produkten. Mit Inkrafttreten der MDR kamen auf viele Hersteller hohe Kosten zu: Produkte mussten neu zertifiziert oder angepasst werden. Diese teils hohen Aufwände werden natürlich in der Festlegung neuer Preise berücksichtigt.

Sobottka: Haben wir den Höhepunkt der Preissteigerungen erreicht oder wird es 2024 weitere deutliche Steigerungen geben?
Bruno: Wir erkennen aktuell keinen Abwärtstrend und gehen nicht davon aus, dass die Preise wieder auf ihr altes Niveau zurückkehren werden. Es ist aber jederzeit sinnvoll, sich über die Marktpreise zu informieren. Genau dafür ist die Nutzung eines Preisvergleichs für den Materialeinkauf in der Praxis ein probates Mittel. Um fundierte Einkaufsentscheidungen zu treffen, muss man sich über den Markt informieren, und dazu gehört natürlich auch, Angebote zu vergleichen. Wir haben die Wawibox entwickelt, um im Dentalmarkt die notwendige Transparenz für Produktpreise zu schaffen. Der aktuell übliche Marktpreis für Dentalartikel kann schnell und ohne aufwendiges manuelles Vergleichen eingesehen werden, niemand muss für Artikel mehr zahlen als notwendig.

Sobottka: Ist es sinnvoll, sich jetzt einen Vorrat an gewissen Materialien anzulegen, um möglichen weiteren Preissteigerungen vorzubeugen – Stichwort Verfallsdatum bei Verbrauchsmaterialien?
Bruno: Nein! Ich rate grundsätzlich davon ab, aufgrund von Preissteigerungen die Lagermengen zu erhöhen. Man darf die Lagerhaltungskosten nicht unterschätzen: Mehr Raumbedarf, zusätzliche Lagerkapazitäten, mehr Aufwand bei der Prüfung und Pflege der Bestände, was einen erhöhten personellen Aufwand bedeutet … Hinzu kommt, dass durch zusätzliche Bestände Kapital gebunden wird und die Liquidität der Praxis verringert wird.

Ein weiterer Aspekt, der gegen den Einkauf größerer Mengen spricht, sind die begrenzten Haltbarkeiten vieler Materialien. Im schlimmsten Fall laufen die Produkte ab, bevor sie überhaupt in der Behandlung genutzt werden können. Zudem löst es das eigentliche Problem langfristig nicht.
Wir empfehlen andere Einsparpotenziale, die nicht nur auf kurze Sicht helfen: die Nutzung von Online-Preisvergleichen und, wenn vorhanden, die Prüfung jeder Bestellung von einem integrierten Warenkorb-Optimierer, um noch mehr einzusparen. Wo möglich die Umstellung auf Eigenmarken; und selbstverständlich die Prüfung der Abrechnung.
Etwas leichter haben es diesbezüglich die größeren Dentalgruppen. Hier herrscht der Trend, manche Produkte zentral einzukaufen und zu lagern und diese an einzelne Standorte weiterzuverkaufen. So sichert man sich zusätzlich gegen Lieferengpässe ab.

Sobottka: Hast du einen Geheimtipp für ein gutes Substitut – etwas im Bereich der Verbrauchsmaterialien, das neu oder innovativ ist, das es lohnt auszuprobieren oder gar langfristig zu wechseln, Stichwort Nachhaltigkeit?
Bruno: Langfristig sehr interessant sind die neuen Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Zuckerrohr oder Mais im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffen auf Erdölbasis. Auf diesem Gebiet hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Leider gibt es noch keine wirklich etablierte Zertifizierung für nachhaltige Dentalprodukte, die die Suche erleichtern würde. Wir raten aber dazu, sich intensiv mit anderen Praxen auszutauschen. Auch soziale Netzwerke bieten jede Menge Inspiration, da viele Zahnärztinnen und Zahnärzte gerne bereit sind, nachhaltige Alternativen auszuprobieren und die Ergebnisse auf ihren Kanälen teilen. Bei uns gibt es zum Beispiel auch einige Webinare zum Thema Nachhaltigkeit und Materialverwaltung.

Sobottka: Die Materialverwaltung und der Bestellprozess sind durch Budgets, Inflation, Lieferengpässe, Materialengpässe und Co. deutlich komplizierter -geworden. Hinzu kommen Fachkräftemangel und die sowieso schon angespannte Situation der Mitarbeitenden. Habt ihr einen handfesten Tipp, wie man den Bestell- und Lagerprozess möglichst effizient und digital gestalten kann?
Bruno: Digitale Lösungen bergen ein enormes Zeitsparpotenzial. Zeit sparen ist wichtig, um effizienter zu werden, das ohnehin knappe Personal zu entlasten und mehr Freiräume für wichtigere Aufgaben zu schaffen. Alle Prozesse, mit denen man effizienter werden kann, sollten genutzt werden. Mithilfe einer digitalen Materialwirtschaft wie Wawibox Pro, die Transparenz im Einkauf und im Lager schafft, kann ich meine Bestände digital jederzeit einsehen, regulieren und dafür sorgen, dass ich nur das kaufe, was ich tatsächlich brauche. So vermeide ich einen Überbestand an Materialien, der sich negativ auf die Kosten der Praxis auswirkt.
Die Nachbestellung ist schneller und einfacher, da Wawibox Pro dazulernt und weiß, wie viel nachbestellt werden muss – selbstverständlich können die Angaben vor einer Bestellung immer manuell angepasst werden, wenn sich etwas verändert haben sollte.

Vorausschauendes Einkaufen

Ein weiterer Aspekt ist die Unterstützung bei vorausschauendem Einkaufen. Mit Blick auf die Lieferkette und die damit verbundenen Schwierigkeiten in vielen Bereichen ist es umso wichtiger, dass ich einen optimalen Prozess für die Materialver-waltung habe. Man kann heute nicht erwarten, dass bestellte Materialien innerhalb von ein bis zwei Tagen geliefert werden. Wenn man es schafft, all diese Anforderungen in einem System zu modellieren, dann profitiere ich von den Vorteilen. Darunter mit der schon genannten Zeiteinsparung und der Verringerung des administrativen Aufwands. Wichtig ist natürlich auch ein Preisvergleich, um ein Gefühl für den Markt zu bekommen. Man sollte sich immer fragen, ob man einen marktüblichen Preis bezahlt.

Mein Fazit: Die Dentalbranche bleibt vom Thema Inflation nicht unberührt. Es wird sicherlich keine Preisminderungen geben, darauf müssen wir uns einstellen. Wichtig ist, den Fokus auf einen guten Prozess in der Lager- und Materialverwaltung zu legen und nicht darauf, noch schnell vor der nächsten Preissteigerung blind einzukaufen. Letztlich wird der bessere Prozess im Vergleich zum Großeinkauf immer das bessere Mittel zum Zweck bleiben, da auf diese Weise langfristige Auswirkungen auf den gesamten Praxiseinkauf und die Materialverwaltung entstehen.

Lautsprecher-Logo KlartextBFS & dzw Marktstudie
In den vergangenen Wochen hat die dzw im Rahmen der Medienpartnerschaft mit BFS health finance regelmäßig über Lösungsansätze und Strategien zum Umgang mit den wirtschaftlichen Herausforderungen 2023 berichtet. Um die Erwartungen der Zahnarztpraxen einordnen zu können, führen wir gemeinsam mit BFS eine Umfrage unter unseren Lesern durch. Dazu bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Die Umfrage erreichen Sie unter dzw.de/klartext-umfrage

 

Alle Teile der dzw-Serie Klartext finden Sie hier:
Teil 1: „Klartext – der Zukunft einen Schritt voraus“ – Teil 1
Teil 2: „Klartext – der Zukunft einen Schritt voraus“ – Teil 2
Teil 3: „Klartext – der Zukunft einen Schritt voraus“ – Teil 3
Teil 4: „Klartext – der Zukunft einen Schritt voraus“ – Teil 4
Teil 5: „Klartext – der Zukunft ­einen Schritt voraus“ – Teil 5