BZÄK einigt sich mit PKV-Verband

Ab sofort 14,23 Euro pro Sitzung als Corona-Aufschlag

14,23 € in einem Schein und mehreren Münzen

Schutzkleidung ist wichtig, rar und teuer.

Um die gestiegenen Kosten durch die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 entgegenzutreten, einigte sich die Bundeszahnärztekammer heute mit dem PKV-Verband auf eine Corona-Hygiene-Pauschale. 14,23 Euro sind nun pro Sitzung bei jeder Behandlung abrechenbar.

Laut Beschluss Nr. 34 des Beratungsforums für Gebührenordnungsfragen können Zahnärzte die Gebührennummer 3010 GOZ zum 2,3-fachen Satz geltend machen. 3010 GOZ ist eigentlich als "Entfernung eines mehrwurzeligen Zahns" codiert, daher muss die Nummer auf der Rechnung mit der Erläuterung "3010 analog – erhöhter Hygieneaufwand" ergänzt werden.

Selbstverständlich kann dann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht gleichzeitig zu einer Faktorsteigerung nach Paragraf 5 Absatz 2 angeführt werden.
Wie und ob der erhöhten Hygieneaufwand bei GKV-Patienten abgerechnet werden soll, bleibt unklar.

Der Beschluss tritt ab sofort, dem 8. April 2020, in Kraft und ist zunächst bis zum 31. Juli 2020 befristet.