Wissenschaft

Neue S1-Leitlinie

Umgang mit Aerosolen

 Aerosol / Spraynebel bei Zahnbehandlung
adobestock / dentalfoto

Aerosole in Zahnarztpraxen werden derzeit immer wieder thematisiert. Aerosole sind Schwebepartikel in der Luft – sie sind bis 5 Mikrometer klein. Sie entstehen im Praxisalltag schon beim Sprechen und Atmen sowie bei zahnmedizinische Behandlungen, wenn rotierende Instrumente mit Wasser gekühlt werden und sich Spruhnebel bilden. Diese Aerosole können Krankheitserreger wie das SARS-COV-2 transportieren.
Ganz aktuell wurde nun eine neue S1-Leitlinie zum „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ veröffentlicht .Erstmals ist nach den Regularien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) eine S1-Leitlinie mit Hinweisen zum Schutz der zahnmedizinischen Fachkräfte und Patienten vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 und anderen Aeorsol-übertragbaren Erregern bei gleichzeitiger Gewährleistung der zahnmedizinischen Grundversorgung der Bevölkerung erstellt worden. Federführend durch die DGZMK wurden in Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe Handlungsempfehlungen erarbeitet, mit dem Ziel, Zahnärzten und zahnmedizinischem Fachpersonal notwendige Maßnahmen zum Selbst- und Fremdschutz zu vermitteln. Die Langversion der Leitlinie ist online veröffentlicht.
Die nun vorliegende Leitlinie verweist zusätzlich auf die Leitlinie„Interdisziplinär  abgestimmte Empfehlungen zum Personal-und Patientenschutz bei Durchführung  planbarer Eingriffe zur Zeit der SARS-CoV-2-Pandemie“ und auf „Das  System  von Standardvorgehensweisen für Zahnarztpraxen während der Coronavirus Pandemie“ des Instituts der deutschen Zahnärzte.

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