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Bundesinstitut für Risikobewertung

Corona: Steigende Akzeptanz für Eindämmungsmaßnahmen

J. Garget auf pixabay.com

Seit dem 16. Dezember ist Deutschland zum zweiten Mal in einem harten Lockdown.

Am 16. Dezember begann bundesweit ein neuerlicher harter Lockdown. Lange haben die politisch Verantwortlichen um diese Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung gerungen. Dies lässt auch sie nicht unberührt. Nun zeigen die Ergebnisse des BfR-Corona-Monitors, einer regelmäßigen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), dass die Akzeptanz der Maßnahmen des seit Anfang November andauernden „Lockdown Light“ in den vergangen zwei Wochen zum Teil deutlich angestiegen ist. „Während beispielsweise das Schließen von Kultureinrichtungen Anfang November nur von 49 Prozent der Befragten befürwortet wurde, halten inzwischen 62 Prozent dies für angemessen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Die Bedrohung durch die Pandemie ist in der Bevölkerung präsent.“

Link zu den Ergebnissen: BfR-Corona-Monitor | 8.-9. Dezember 2020

https://www.bfr.bund.de/cm/343/201208-bfr-corona-monitor.pdf

Auch die Gastronomieschließungen werden inzwischen wohlwollender gesehen. Gegenüber der letzten Erhebung steigt der Anteil derer, die sie befürworten, um zwölf Prozentpunkte auf 54 Prozent. Das Beherbergungsvorbot wird inzwischen von 61 Prozent der Befragten akzeptiert, vor zwei Wochen lag dieser Wert noch bei 51 Prozent. Die Zustimmung zu der bereits seit Monaten geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht hat sich dagegen kaum verändert und liegt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

Im Verhalten der Bevölkerung in Deutschland lässt sich ebenso eine zunehmende Vorsicht bezüglich des Coronavirus erkennen. So geben inzwischen 75 Prozent der Befragten an, seltener ihr Zuhause zu verlassen. 83 Prozent sagen, dass sie seltener Freunde und Familie treffen. Und auch die Vorratshaltung wird wieder beliebter: Vor vier Wochen legten sich 14 Prozent größere Vorräte an, inzwischen liegt dieser Wert bei 23 Prozent.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Sorge gegenüber den Auswirkungen des Coronavirus auf verschiedene Lebensbereiche weitestgehend unverändert. Wie bereits in der letzten Erhebung Ende November ist etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung über die sozialen Auswirkungen der Pandemie besorgt. Rund ein Viertel ist darüber beunruhigt, dass das Coronavirus ihre körperliche Gesundheit beeinträchtigen kann; bei den Personen ab 60 Jahren sind es ein Drittel der Befragten.

Das BfR passt seine Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus laufend dem Stand der Wissenschaft an:

https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und...

Über den BfR-Corona-Monitor
Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000 Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.



 

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