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4. März 2019

Kurzmeldungen KW 10/2019

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BSI-Warnung: IT-Geräte mit vorinstallierter Schadsoftware im Umlauf

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Tablets und Smartphones mit vorinstallierter Schadsoftware, die über Online-Plattformen auch in Deutschland gekauft werden können. Konkret hat das BSI im Januar und Februar 2019 das Tablet Eagle 804 von Krüger&Matz, das Smartphone S8 Pro von Ulefone und das Smartphone A10 von Blackview über die Online-Plattform Amazon bestellt und analysiert. Das Amt rät Anwendern zu besonderer Vorsicht und hat die Hersteller dazu aufgefordert, die Sicherheit ihrer Kunden wiederherzustellen. Auch deutsche Provider wurden über infizierte Geräte in ihren Netzen informiert und gebeten, die Betroffenen zu warnen. Was diese jetzt tun und was alle Nutzer von IT-Geräten beachten sollten, hat das BSI zusammengefasst unter  www.bsi-fuer-buerger.de

Mobile World Congress (MWC): Falt- und 5G-Smartphones kommen

Auf der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC), die vom 25. bis 28. Februar 2019 in Barcelona veranstaltet wurde, waren Klapp-Smartphones der größte Trend. Highlights waren dabei vor allem der Galaxy Fold von Samsung und der Mate X von Huawei. Die neuen Geräte lassen sich horizontal öffnen und bieten beim Aufklappen Riesenbildschirme im Tablet-Format. Sie sollen ab Sommer im Handel erhältlich sein. Darüber hinaus wurden Smartphones mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G gezeigt. Die fünfte Mobilfunkgeneration könnte in Deutschland ab 2020 aufgebaut werden, hat also für deutsche Kunden zunächst keine Relevanz.

KI: Neues Verfahren unterstützt Maschinen bei der Bildersuche

Ob auf einem Foto ein Chihuahua oder ein Muffin abgebildet ist, können Menschen auf den ersten Blick feststellen, Maschinen jedoch nicht. Abhilfe könnte ein Verfahren schaffen, das Björn Barz und Prof. Dr. Joachim Denzler vom Lehrstuhl für Digitale Bildverarbeitung der Universität Jena entwickelt haben. Um einer Künstlichen Intelligenz (KI) die Bedeutung hinter den Pixeln eines Bildes näherzubringen, kombinieren die beiden Informatiker maschinelles Lernen mit menschlichem Vorwissen. Von der neuen Methode sollen insbesondere Suchmaschinen profitieren, die im Internet eine wachsende Bilderflut durchkämmen müssen. Für die Forschungsleistung sind die Wissenschaftler jetzt im Rahmen einer internationalen Tagung des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) auf Hawaii mit dem „Best Paper Award“ ausgezeichnet worden.

Seltene Erkrankungen: BIH fördert digitale Vernetzung

Woher soll ein Arzt in Berlin wissen, dass ein Patient in München mit genau denselben Symptomen erfolgreich behandelt werden konnte? Wie sollen Betroffene erfahren, wo es eine wirksame Behandlung für ihr Leiden gibt? Bei seltenen Erkrankungen dauert es immer noch oft Jahre, bis die Betroffenen die richtige Diagnose erhalten, eine wirksame Therapie fehlt in den meisten Fällen. Um alle anfallenden Informationen zu seltenen Erkrankungen aus Diagnosen, Behandlungen und aus der Forschung gemeinsam nutzen zu können, unterstützt nun das Berlin Institute of Health (BIH) die Entwicklung von Konzepten für die deutschlandweite Zusammenarbeit von Universitätskliniken. Das Team um Sebastian Köhler, Juniorprofessor für Digitale Phänotypisierung am BIH, soll eine einheitliche Dokumentation von Symptomen und Krankheiten in digitaler Form ermöglichen und arbeitet an einer Möglichkeit für Betroffene, selbst ihre Beschwerden in standardisierter Form ins Smartphone einzugeben und dadurch schneller Hilfe zu finden. Mehr Infos gibt es hier.

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