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21. Januar 2019

Kurzmeldungen KW 4/2019

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DSGVO: Bußgeld in Deutschland zum zweiten Mal verhängt

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (LfDI) Baden-Württemberg hat das deutschlandweit zweite DSGVO-Bußgeld verhängt. Dies vermeldet aktuell die Kölner Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE, die auf die Beratung der Online- und Medienbranche spezialisiert ist. Versehentlich im Internet gelandete Gesundheitsdaten wurden demnach mit 80.000 Euro abgestraft. Auch das erste in Deutschland verhängte Bußgeld gegen das soziale Netzwerk Knuddels.de war von Stefan Brink, dem baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten, verhängt worden. Details über die Hintergründe des aktuell verhängten Bußgelds sind noch nicht bekannt. Die DSGVO erlaubt Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro beziehungsweise 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Sie müssen allerdings nicht nur wirksam und abschreckend, sondern auch verhältnismäßig sein.

Padrone: Ein Ring macht der Computermaus Konkurrenz

Auf der Elektronikmesse CES (Consumer Electronics Show), die vom 8. bis zum 11. Januar 2019 in Las Vegas stattfand, wurden zahlreiche zukunftsweisende Technologien präsentiert, darunter eine Mausalternative: Ein am Zeigefinger angelegter und via Bluetooth mit dem Computer verbundener Ring mit dem Namen „Padrone“ lässt sich auf jeder Oberfläche bedienen. Er hat eine Akkulaufzeit von einem Tag, wiegt ungefähr acht Gramm und ist mit Windows 10, Android und iOS kompatibel. Der Ring, der eine Mischung aus Maus und Touchpad darstellt, wird vom gleichnamigen Schweizer Start-up entwickelt. Er soll im Sommer 2019 auf den Markt kommen und in zwölf verschiedenen Größen verfügbar sein.

Hans-Böckler-Stiftung: Studie zu Essenslieferanten belegt digitale Überwachung

Eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte qualitative Studie hat die Arbeitsbedingungen bei den Berliner Essenslieferanten Foodora und Deliveroo untersucht. Den Ergebnissen zufolge stehen der scheinbaren Autonomie der Fahrer ausgefeilte digitale Kontrolltechniken gegenüber. Der Arbeitsprozess funktioniert der Studie zufolge bei beiden Lieferdiensten sehr ähnlich: Fahrer werden durch eine App über Aufträge informiert, bei der Abwicklung unterstützt, aber auch kontrolliert. Die Daten, die bei der digitalen Überwachung der Fahrer anfallen, werden laut der Untersuchung dafür genutzt, internen Wettbewerb zu erzeugen. Hier finden Sie die vollständige Studie mit dem Titel „Foodora and Deliveroo: The App as a Boss?“, die von den Soziologinnen Mirela Ivanova und Joanna Bronowicka von der Europa-Universität Viadrina gemeinsam mit den Rechtswissenschaftlerinnen Prof. Dr. Eva Kocher und Anne Degner durchgeführt wurde.

Diabetes: Digitale Technologien verbessern die Lebensqualität von jungen Betroffenen

Etwa 32.500 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren sind in Deutschland vom Diabetes Typ 1 betroffen. In der Therapie kommen immer häufiger digitale Verfahren zum Einsatz: Über die Hälfte der jungen Patienten nutzt mittlerweile beispielsweise eine digitale Insulinpumpe. Das Verfahren ist besonders komfortabel, sicher und erfolgreich und hat gegenüber einer Injektionstherapie mit Pen oder Spritze zahlreiche Vorteile. Beispielsweise steigt die Lebensqualität der Betroffenen und die ihrer Familien durch eine Behandlung mit Insulinpumpen erheblich. Darauf machen Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Vorfeld der Jahrespressekonferenz aufmerksam, die am 12. Februar 2019 in Berlin stattfindet. Den aktuellen „Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2019“ finden Sie hier.

 

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