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4. Februar 2019

Kurzmeldungen KW 6/2019

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Google Plus: In zwei Monaten ist das soziale Netzwerk Geschichte

Google hat den konkreten Zeitplan für die angekündigte Schließung des sozialen Netzwerks Google Plus veröffentlicht. Am 2. April 2019 sollen alle Google-Plus-Accounts und -Seiten dichtgemacht und Inhalte nach und nach gelöscht werden. Grund für die Schließung seien die geringe Nutzung und die Herausforderungen, die das Anbieten des Dienstes mit sich bringt, um die Erwartungen seiner Nutzer zu erfüllen. Bereits ab heute (4. Februar 2019) können keine neuen Profile, Seiten, Communities oder Veranstaltungen mehr erstellt werden. Privatnutzer sollten ihre Google-Plus-Inhalte möglichst zeitnah sichern. Wie das geht, erklärt Google auf einer Support-Seite.

Digitale Pflege: Deutsche sehen noch einen weiten Weg

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom belegt: Für mehr als vier von zehn Bundesbürgern (41 Prozent) rangiert Deutschland beim Thema Digitalisierung der Pflege maximal im Mittelfeld. Drei von zehn der Befragten (28 Prozent) sehen Deutschland als Nachzügler, jeder Fünfte (20 Prozent) gar abgeschlagen. Laut Bitkom-Expertin Julia Hagen fehle es beispielsweise noch an einer gesetzlichen Grundlage dafür, dass Kranken- und Pflegekassen die Kosten für digitale Hilfsmittel übernehmen. Als Voraussetzung für die digitale Pflege fordert der Bitkom durchgängig digitale Prozesse. Dazu gehören das elektronische Rezept, die elektronische Überweisung sowie eine vereinfachte Kommunikation und Zugang zu Informationen für Pflegende, Angehörige und auch Ärzte über eine elektronische Pflegeakte. Hier finden Sie weitere Ergebnisse der Verbraucherbefragung und eine Präsentation zum Thema Digitale Pflege.

Wettbewerb: Unsere digitale Gesellschaft im Jahr 2040

Wie werden wir in zwei Jahrzehnten entscheiden, arbeiten, leben, lieben und lernen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Essaywettbewerbs „twentyforty – Utopias for a digital society“. Der European Hub im Global Network of Internet Society Research Centers (NoC) und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) laden Forscher weltweit ein, ihre Utopien von einer digitalen Gesellschaft der Zukunft zu beschreiben. Bis zum 4. März 2019 können Wissenschaftler sämtlicher Disziplinen ihre Abstracts in den fünf Teilbereichen Lernen, Lieben, Leben, Arbeiten und Entscheiden einreichen. Die Autoren ausgewählter Beiträge werden im Mai 2019 zu einer Schreibwerkstatt nach Berlin eingeladen, wo sie gemeinsam unter Anleitung von Storytelling-Experten ihre Visionen von einer digitalen Zukunft finalisieren können. Weitere Informationen finden Sie hier.

Urteil: Chat mit Familienmitgliedern besonders geschützt

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main hat entschieden, dass Chatnachrichten innerhalb der Familie besonders geschützt sind. Das Gericht hat die Klage eines Mannes abgewiesen, der gegen seine Schwiegermutter wegen Beleidigungen über WhatsApp auf Unterlassung geklagt hatte. Diese hatte ein „Protokoll über Misshandlungen“ durch den Schwiegersohn verfasst und es samt Beweisvideo an Familienmitglieder verschickt. Das OLG hat entschieden, dass sich jeder innerhalb der Familie ohne gerichtliche Konsequenzen mit den engsten Verwandten austauschen kann.

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