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Kolumne Sylvia Gabel

Praxishygiene - Nicht nur sauber, sondern rein

Sylvia Gabel bittet alle, die in der Prophylaxe arbeiten, Gesichtsvisiere zu tragen.
Robert Petrovic - stock.adobe.com

Sylvia Gabel bittet alle, die in der Prophylaxe arbeiten, Gesichtsvisiere zu tragen.

Viele von uns kennen noch die gute Clementine aus der Ariel-Werbung. Ich muss manchmal schmunzeln, wenn Patienten nachfragen, ob es in den Praxen denn auch „rein“ sei. – Nicht nur sauber, sondern sehr rein ist es in den Zahnarztpraxen. Und auch schon vor Corona war und gehörte das Desinfizieren, Wischen und Sterilisieren zu unseren Hauptaufgaben.
Nun werden Türklinken im Stundentakt desinfiziert und es wird noch öfter gelüftet.

Bereits in unserer Ausbildung spielt die Hygiene eine große Rolle, und ich weiß ganz genau, dass meine Kolleginnen in den Zahnarztpraxen Spezialistinnen auf diesem Gebiet sind. Sie tragen jeden Tag dazu bei, dass die Praxen auf einem sehr hohen Hygienestandard gehalten werden, damit sich unsere Patienten auch sicher und wohl fühlen können.

Meine Patienten wissen das sehr zu schätzen und haben Verständnis dafür, dass es auch mal fünf Minuten länger dauert, wenn ich noch mal eben durchlüfte und mein Behandlungszimmer in Ruhe vorbereite. Und ich denke, eure Patienten sehen das genauso. Wir dürfen uns allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen, alles gewissenhaft zu erledigen.

Standard halten - Pausen gönnen

Wir sind in unseren Praxen am Limit. Wir arbeiten 30 Zentimeter über der geöffneten Mundhöhle und müssen sehr genau darauf achten, dass wir die geltenden Hygienerichtlinien einhalten. Wir sind verantwortlich, diesen Standard zu halten, und müssen gegebenenfalls auch unseren Chefs mal sagen: „Stopp, fünf Minuten Lüftungspause.“

Das Tragen der FFP2-Masken ist sehr anstrengend, darum sollten wir uns ruhig alle 70 Minuten eine fünfminütige Pause zum „Luftholen“ gönnen.

In den Köpfen der Bevölkerung ist die AHA-L-Regel angekommen und wird teilweise sehr gut gelebt. Natürlich können wir die Abstandsregeln nicht einhalten – mit einem Abstand von 1,50 Meter können wir nun mal nicht behandeln.

Wir müssen – im wahrsten Sinne des Wortes – nah am Patienten sein, aber bitte mit der entsprechenden Schutzausrüstung wie FFP2-Maske, Schutzbrille und eventuell einem Gesichtsvisier sowie Handschuhen.

Und an alle, die in der Prophylaxe arbeiten und PZR machen: Bitte tragt Gesichtsvisiere! Es ist zu eurem persönlichen Schutz - aber auch zum Schutz eurer Familienangehörigen, für die ihr auch Verantwortung tragt

Ich wünsche euch schöne besinnliche Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins neue Jahr, passt auf Euch auf und bleibt gesund!

Liebe Grüße

Sylvia Gabel

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