Zahntechnik

Ausbildung

Warum Zahntechnik?

Veit Rösler

Zahntechnikermeister Matthias Gürtler mit seinen Auszubildenden Sarina Habich (li.), Eileen Prey und Saskia Katzschke (re.)

Wenn man eine Ausbildung beginnen will, gibt es verschiedene Bereiche, in denen man sich zunächst einmal umschauen kann. Es gibt zum Beispiel soziale, handwerkliche, medizinische, administrative oder auch organisatorische Berufe. Dass die Zahntechnik mehr ist als nur ein handwerklicher Beruf, haben drei junge Frauen nun kennengelernt. Alle drei hatten bei ihrer Suche um einen Ausbildungsplatz verschiedene Ansätze, doch zum Schluss hat die Zahntechnik ihre Vorstellungen vereint.

Sarina Habich, Eileen Prey und Saskia Katzschke haben daher eines gemeinsam: Sie erlernen den Beruf der Zahntechnikerin und möchten damit anderen Menschen wieder zu einem strahlenden Lächeln und mehr Selbstvertrauen verhelfen. Die drei jungen Frauen werden im Dentallabor Matthias Gürtler in Schwarzheide ausgebildet, das auf komplexe Prothetik spezialisiert ist. 

Veit Rösler

Sarina Habich, Eileen Prey und Saskia Katzschke an ihrem Ausbildungsplatz

Drei Ansätze, ein Beruf

“Ausschlaggebend für die Berufswahl war, dass ich handwerklich begabt bin, ich male und nähe viel. Außerdem helfe ich gern anderen Menschen, und durch das Anfertigen von Prothesen kann ich das. An meinem Ausbildungsbetrieb begeistert mich, dass wir viele Mitarbeiter haben, dadurch lernt man mehr. Gleichzeitig haben wir hier im Labor einen hohen technischen Standard”, begründet Sarina Habich die Wahl ihres Ausbildungsberufs.

Für Eileen Prey sollte es ebenfalls ein Beruf sein, in dem sie anderen Menschen helfen kann, und so führte sie ihre Recherche und ein Praktikum zur Zahntechnik. “Ich bin total geduldig, ein kleiner Perfektionist und detailverliebt. An meinem Beruf überzeugt mich, dass ich am Ende sehe, was ich geschafft habe. Zudem gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. In diesem Beruf ist kein Tag wie der andere, es gibt immer wieder neue Herausforderungen!”, so Eileen Prey.

Saskia Katzschke ist im Internet auf das Dentallabor aufmerksam geworden. “Die Stellenausschreibung sowie die Vorstellung des Teams und des Labors haben mir gefallen, sodass ich mich beworben habe”, berichtet die junge Frau. “Aufgrund meiner Fähigkeiten sollte es etwas Handwerkliches und keine Bürotätigkeit sein. Mein vordergründiges Ziel ist es, einen guten Gesellenabschluss zu machen und danach vielleicht die Weiterbildung zum Abteilungsleiter anzugehen.”

Wenn aus einem Praktikum mehr wird

Zahntechnikermeister Matthias Gürtler: “Die drei Frauen haben mich im Praktikum überzeugt. Ich wollte die Chance nicht vergeben, Bewerber mit diesen guten Noten und der Einstellung zum Beruf auszubilden. Wir versuchen derzeit trotz Corona die Produktion und Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten, um ohne Quarantänefälle durch die Pandemiezeit zu kommen. Mit unserer Spezialisierung auf komplexe Prothetik haben wir eine gute Auftragslage. Fortbildungen nutzen wir selbst, um intern fit zu sein, aber bieten sie auch unseren Kunden, damit die Versorgung der Patienten sicher abläuft.”

Das Dentallabor beschäftigt aktuell 34 Mitarbeiter und arbeitet mit rund 40 Zahnarztpraxen zusammen. 2011 erhielt das Unternehmen den Ausbildungspreis der Handwerkskammer Cottbus.

Alle Angebote für eine Ausbildung, unter anderem zum Zahntechniker, sind in der Lehrstellenbörse der HWK Cottbus zu finden.

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